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Digital Apple Pay in Deutschland: Theoretisch eine feine Sache!
Nachrichten Digital Apple Pay in Deutschland: Theoretisch eine feine Sache!
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16:00 17.12.2018
Apple Pay im Wallet: Die digitale Brieftasche von Apple Pay. Quelle: Daniel Killy/RND
Hannover

Was lange währt ... Seit Wochen, wenn nicht Monaten vermeldeten die einschlägigen Websites und Blogs Tag für Tag das Gleiche: Diese Woche oder morgen soll Apple Pay in Deutschland an den Start gehen – tat es aber nicht, sondern zunächst einmal in Kasachstan. Doch nun hat es ein Ende mit dem Warten: Der so lang erwartete Bezahldienst ist jetzt auch hierzulande verfügbar. Um 7 Uhr morgens am 11. Dezember war es so weit. Apple Pay, das weiß jeder, der eine amerikanische Kreditkarte hat, ist eine komfortable Sache. Die Einrichtung ist kinderleicht, die Sicherheit für Onlineverhältnisse überragend, der Einsatz zeitsparend. Ein System, das den Zahlungsverkehr auch in Deutschland revolutionieren könnte. Wenn, ja wenn es sich denn durchsetzt auf dem Markt.

Apple Pay: Ein Selbstversuch

Pünktlich zum Start lag morgens um 7 Uhr eine E-Mail von American Express im Postfach. Apple Pay sei jetzt verfügbar. Also flugs die Karte über die Scanfunktion in Apples elektronischer Börse „Wallet“ eingelesen, Sicherheits-PIN und Geltungsdauer eingegeben, den von Apple generierten weiteren PIN per SMS angefordert – und schon heißt es: „Ihre American-Express-Karte wurde erfolgreich zu Apple Pay hinzugefügt.“ American Express gehört wie Comdirect und Hypo-Vereinsbank zu den ersten Instituten, die Apple Pay in Deutschland zum Start bereithalten.

Mit der Karte im Wallet wäre der Weg jetzt frei zum kontaktlosen Bezahlen – ob bei McDonald’s oder Burger King, Lidl oder Aldi, Shell oder Aral, Starbucks oder Tchibo: einfach Apple Pay öffnen, per Doppelklick auf der Seite des iPhones oder, wenn vorhanden, mit der Gesichtserkennung Face ID, an ein NFC-fähiges Lesegerät halten – fertig. Allerdings scheiterte der Selbstversuch dann doch noch. Denn an der Kasse der ausgewählten Shell-Tankstelle wusste man von nichts.

Weder war den Mitarbeitern der Start von Apple Pay kommuniziert worden, noch hatten sie eine Ahnung, dass ihr Unternehmen dabei ist. Es half alles nichts: Plastikkarte aus dem Portemonnaie holen, PIN eingeben, bezahlen – so wie bisher auch. Immerhin vermeldete Wallet Sekunden später per Push-Mitteilung den soeben getätigten Kauf. Das blieb aber für den Premierentag der einzige Vorgeschmack aufs neue Zahlen.

Apple Pay: Eine gute Alternative?

Sobald sich der Start überall herumgesprochen haben wird, könnte Apple Pay eine wirkliche Bezahlalternative bieten. Denn im Unterschied zu gängigen Systemen arbeitet Apple Pay nicht mit irgendwelchen Kartenklardaten. Man sieht auf dem iPhone (oder auf der Apple Watch und dem Apple-Rechner) zwar die letzten vier Ziffern der abgespeicherten Kreditkartennummer. Die Nummer selbst ist aber nicht gespeichert, sondern nur eine Geräte-Accountnummer. Diese Nummer ist für Hacker völlig wertlos, weil sie keiner Karte zuzuordnen ist. Das ist ein Sicherheitsgewinn – vor allem bei Onlinekäufen, einem beliebten Ziel von Hackern. Wer mit Apple Pay (und auch Google Pay) bezahlt, hat da nichts zu befürchten. Vorausgesetzt natürlich, der deutsche Handel kriegt beizeiten mit, dass das System bei uns gestartet ist.

Von Daniel Killy/RND

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