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Digital Masse statt Klasse: “Go Vacation“ im Spieletest
Nachrichten Digital Masse statt Klasse: “Go Vacation“ im Spieletest
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12:02 19.08.2018
In den vier Ressorts auf der fiktiven Ferieninsel Kawaii gibt es rund 50 Aktivitäten, die als Minispiele von einigen Sekunden bis wenige Minuten Länge umgesetzt sind. Quelle: Bandai Namco
Leipzig

Urlaub – für viele Gelegenheit, endlich den dicken Wälzer aus der hinteren Reihe des Bücherregals hervorzukramen und die digitalen Geräte gänzlich abzuschalten. Wer aber selbst am Strand oder auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit nicht auf Videospiele verzichten will, für den hat Entwickler Bandai Namco das vermeintlich ideale Werk parat: “Go Vacation“.

Dort verschlägt es den Spieler auf die Ferieninsel Kawaii, die eigentlich alles zu bieten hat: sonnige Strände, verschneite Berge, geschäftige Städte und idyllische Wiesen. In den vier Ressorts gibt es rund 50 Aktivitäten, die als Minispiele von einigen Sekunden bis wenige Minuten Länge umgesetzt sind – von Surfen und Beachvolleyball bis zu Wintersportarten wie Ski und Snowboard.

Eigentlich das perfekte Konzept für eine schnelle Partie zwischendurch und eines, das viel Abwechslung verspricht. Jedoch verhält es sich mit “Go Vacation“ wie mit einem Urlaubskatalog: Auf dem Papier klingt alles ganz toll, in der Realität kann es zu Ernüchterung kommen.

Enttäuschende Grafik: Optisch hat sich in den sieben Jahren seit der Veröffentlichung von “Go Vacation“ im Jahr 2011 nichts getan. Quelle: Bandai Namco

In diesem Fall erwartet die Besucher von Kawaii eine ganze Kette von Enttäuschungen. Da wäre zum Ersten die Präsentation. 2011 erschien “Go Vacation“ bereits für die Wii – und der Neuauflage sieht man das an: Optisch hat sich in diesen sieben Jahren nichts getan.

Da wäre zum Zweiten die Bedienung. Immerhin bemüht sich “Go Vacation“ darum, die Bewegungssteuerung der Switch zu nutzen. Allerdings hat man nur selten die Wahl zwischen Bewegungs- und normaler Steuerung. Im Zweispielermodus ist Ersteres Pflicht, im Solomodus Zweiteres. In beiden Fällen macht die Bedienung immer wieder Probleme.

Und zum Dritten wäre da der spielerische Kern: die Minispiele. Hier hat Bandai Namco auf Masse statt Klasse gesetzt, weshalb sich viele Aktivitäten stark ähneln und manche derart banal sind, dass man sie gleich wieder vergisst. Durchaus kurzweilige und spaßige Aktivitäten wie Minigolf oder Airhockey kann man an einer Hand abzählen, jedoch gehen sie in der Masse schlicht unter.

Erfahrene Spieler sind unterfordert

Für ganz junge Spieler ist “Go Vacation“ eine zwanglose Spielwiese. Erfahrene Spieler werden jedoch unterfordert und sich an der Bedienung stören. Selbst, wenn man sich mit bis zu drei Freunden ins Getümmel wirft, darf man keine Stimmung von der Qualität einer “Mario Party“ erwarten.

Deren neuer Teil erscheint übrigens Ende des Jahres. Wer auf diese Art von Spiel Lust hat, sollte entweder bis dahin warten – und vielleicht doch den dicken Wälzer hervorkramen.

“Go Vacation“ Quelle: Bandai Namco

Info: “Go Vacation“ (Nintendo Switch), ab 0 Jahren, 45 Euro.

Von Christian Neffe

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