Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Kultur Best of-CD auf der Parkbühne - Foreigner bespielen Leipziger Parkbühne
Nachrichten Kultur Best of-CD auf der Parkbühne - Foreigner bespielen Leipziger Parkbühne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:48 28.07.2013
Von Norbert Wehrstedt
Foreigner: Sänger Kelly Hansen (r.) mit Gitarrist Bruce Watson. Quelle: Andreas Döring
Leipzig

Außer bei Foreigner. Eine Band auf dem andauernden Revival-Trip. Neue Songs nimmt niemand wahr. Wer zu Foreigner geht, der will alte Hits hören. Sind ja auch eine Menge wirklicher Rock'n'Roll-Perlen dabei. Muss man schon zugeben. Die spielen Foreigner mit ziemlicher Energie. Da ist selten was verspielt, verwandelt oder verkompliziert. Da lebt in den Songs der alte Geradeaus-Rock weiter.

Wenn Kelly Hansen, seit 2005 der Sänger von Foreigner, auf die Bühne stürmt, dann geht's los. Eröffnung mit "Double Vision", noch etwas mit Handbremse. "Head Games" als erster Losgeher, die Gitarreros marschieren über die Bühne, die Gitarren kreischen, der Rhythmus stampft - und vom Himmel regnet es erst einmal Bindfäden.

Die Laune auf der dicht an dicht gefüllten Parkbühne kühlt sich nicht ab. Heißer Tag, heiße Band, da kommt ein bisschen Abkühlung irgendwie genau richtig. "Cold As Ice" passt. Es wird gesungen, geklatscht, gefeiert. Dann bittet Kelly Hansen zur Beruhigung. "Waiting For A Girl Like You", der Superhit, überm kuscheligen Keyboard-Teppich. Ein paar zaghafte Lichtflecken an der Wand sollen wohl Stimmung machen.Die Akustik ist schlichtweg exzellent.

Dann kommt Mick Jones, Gründer von Foreigner und Haupt-Songschreiber, auf die Bühne. Ein paar harte und helle Riffs. "Dirty White Boy" mit verlängertem Gitarren-Solo. Mick Jones spielt es lässig herunter. Wieder Wechsel. Das mögen Foreigner offenbar. Auf schnell folgt langsam, auf Kracher eine Ballade. Jetzt auch mal ohne Drums, dafür mit Saxophon von Thorn Gimbel.Klingt gut. Es nebelt, die Lichter geben grün und orange dazu: "Say You Will", "That Was Yesterday", "Feels Like The First Time". Da gibt es schon einmal ein paar Rhythmuswechsel, die ein bisschen holpern. Der Regen fällt ein, als ein langes Gitarren-Intro zu "Urgent" wird. Alles ruft, wenn Kelly Hansen mit dem Zeigefinger zum Rufen auffordert. "Urgent" klingt nicht gerade wie von der Best-of-CD, Foreigner trauen sich ein paar kleinere Variationen. Da sind sie bei anderen Songs doch sehr zaghaft.

Von einem so langen wie langweiligen Keyboard-Drums-Solo wird gleich darauf niemand verschont. Es blitzt. Zeus wird's wohl auch nicht gefallen haben. "Juke Box Hero" mit sofort laut beklatschter Anfangszeile "Standing in the Rain ...", allerdings unendlich gedehnt und verziert. Was ja nun ziemlicher Quatsch ist. Der Song ist einfach zu gut. Der haut rein. Der braucht kein buntes Einwickelpapier. Der braucht nur kräftige Gitarrenriffs.

85 Minuten sind herum, die Show zu Ende. Drei eingeplante Zugaben noch, dann reicht's. Noch einmal wippen Hände zu "I Want To Know What Love Is" und "Hot Blooded", dann war's das nach 100 Minuten. Da hatte sich Bruce Springsteen letztens im Stadion gerade erst eingespielt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.07.2013

Norbert Wehrstedt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Er schrieb die Titel, die andere zu Welthits machten: "After Midnight" oder "Cocaine". J.J. Cale war die Antithese zu einem Popstar. Im Alter von 74 Jahren ist er am Freitag in einem Krankenhaus im kalifornischen La Jolla an einem Herzinfarkt gestorben.

Jürgen Kleindienst 28.07.2013

Mit „Cold as Ice” und „I Want To Know What Love Is“ stürmten Foreigner in den 1970er und 1980er Jahren die Charts. Seit Bandgründung 1976 gingen weltweit mehr als 75 Millionen Alben der britischen Rock-Band über die Ladentische.

28.07.2013

Rund 23.000 Besucher haben bislang die ägyptischen Mumien und Grabbeigaben im Besucherzentrum Arche Nebra im Burgenlandkreis gesehen. „Obwohl das Haus nicht selbst betroffen war, hatten wir durch das Hochwasser einen Besucherrückgang“, sagte Sprecherin Manuela Werner zur Halbzeitbilanz.

27.07.2013