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Kultur Filmpreise in Berlin verliehen: Sechs Lolas für „Oh Boy“ – Auch bester deutscher Film
Nachrichten Kultur Filmpreise in Berlin verliehen: Sechs Lolas für „Oh Boy“ – Auch bester deutscher Film
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09:17 27.04.2013
Quelle: dpa
Berlin

Zum besten Hauptdarsteller wurde der 31-jährige Tom Schilling („Crazy“) gewählt, der in „Oh Boy“ den liebenswerten Lebenskünstler spielt. Michael Gwisdek (71) bekam für seine Rolle in dem Film die Lola als bester Nebendarsteller.

Der als Favorit ins Rennen gegangene Tom Tyker schnitt mit seinem Mammutwerk „Cloud Atlas“ weniger gut ab. Die mit den US-Regisseuren Lana und Andy Wachowski realisierte 100-Millionen-Dollar-Produktion holte zwar mit fünf Auszeichnungen nur eine weniger als „Oh Boy“, allerdings nur in den Nebenkategorien Schnitt, Kamera, Szenenbild, Kostüm und Maske.

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Als beste Hauptdarstellerin konnte sich Barbara Sukowa (63) für die Titelrolle in „Hannah Arendt“ durchsetzen. Regisseurin Margarethe von Trotta durfte für die Kinobiografie über deutsch-jüdische Philosophin die silberne Lola in der Kategorie Bester Film mitnehmen. Die bronzene Trophäe ging an Cate Shortland für ihr Nachkriegs-Drama „Lore“.

Beste Nebendarstellerin wurde Christine Schorn (69) für ihre Darstellung in der Tragikomödie „Das Leben ist nichts für Feiglinge“.

Zum besten Kinderfilm wählten die Mitglieder der Filmakademie die Kinogeschichte „Kaddisch für einen Freund“ von Leo Khasin. Als Bester Dokumentarfilm wurde „More Than Honey“ von Markus Imhoof über die weltweit zunehmend bedrohten Bienenvölker ausgezeichnet.

Der 70 Jahre alte Regisseur Werner Herzog („Aguirre, der Zorn Gottes“, „Fitzcarraldo“) wurde bei der von Mirjam Weichselbraun moderierten Gala für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Deutsche Filmpreis ist mit insgesamt fast 3 Millionen Euro Preisgeld die höchstdotierte Kulturauszeichnung des Landes.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) forderte von ARD und ZDF mehr Unterstützung für den deutschen Film. Der Kinofilm gehöre zur Kultur, die in die Grundversorgungspflicht der öffentlich-rechtlichen Sender falle - und zwar nicht als Sahnehäubchen für die Nachtstunden, sondern als Hefe im Teig, sagte Neumann. Er stellte sich damit hinter eine Resolution der deutschen Filmwirtschaft.

Mit fast 3 Millionen Euro Preisgeldern ist der Deutsche Filmpreis die höchstdotierte Kulturauszeichnung Deutschlands. Das Geld kommt aus Neumanns Haushalt. Im vergangenen Jahr war Andreas Dresens Krebsdrama „Halt auf freier Strecke“ zum besten Spielfilm gekürt worden.

Nada Weigelt, dpa

Eigentlich müsste Roland Kaiser, 60, seit er unlängst im Münsteraner „Tatort" den Schlagersänger Roman König mimte, wissen, dass ungezügelte Libido ins Grab führt.

26.04.2013

Clemens Meyer ist der White-Trash-Märchenonkel aus dem Wilden Osten. Der Bänkelsänger vom sozialen Brennpunkt, Typus harter Hund mit Träne im Knopfloch, dem auch darum das gesamtdeutsche Feuilleton ja ganz gern mal lobend das Fell krault.

26.04.2013

da rasten, wie beim Wetter und der Küche, die Klischees sofort zuverlässig ein: ein wenig nebelverhangen klingt sie und üppig, gediegen und ein wenig rückwärtsgewandt, dabei erdig und, natürlich, beherrscht.

Peter Korfmacher 26.04.2013