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Dreamhack Mit Waffen und Hähnchenschenkeln: Cosplay-Wettbewerb auf der Dreamhack Leipzig
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21:39 14.01.2017
Die Cosplayer traten zum großen Wettbewerb am Sonnabend an. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Rund 1000 Dreamhack-Besucher strömten am Samstagabend zum heimlichen Höhepunkt des zweiten Messetages: dem Cosplay-Wettbewerb. 30 Teilnehmer warteten hinter der Bühne auf ihren großen Moment. Darunter auch Carolin alias Aonir. Ihr erster Eindruck der Dreamhack: "Es ist super. Die Stimmung ist spitze und es ist genau das richtige Maß an Besuchern: viele, aber nicht zu viele. Kein Gedränge in den Gängen." Unter ihren Mitbewerbern fand sie viele bekannte Gesichter, auch ihre Freundin Tine aus Hamburg. Die staubte mit ihrem Kostüm einer Fallout-Figur den Preis für die beste Rüstung ab. Aonir selbst ging leer aus.

Rund 30 Teilnehmer stellten sich am zweiten Tag der Dreamhack einer Jury, um beim Cosplay-Wettbewerb eine von sechs Kategorien für sich zu entscheiden.

Die Teilnehmer wurden schließlich einzeln auf die Bühne gebeten und dem Publikum sowie der sechsköpfige Jury vorgestellt. Deutlich wurde, dass Cosplay eine überwiegend weibliche Angelegenheit ist: Unter den Teilnehmern waren lediglich drei Männer. Auf die Frage des Moderators, warum sich mehr Männer dieses Hobbys annehmen sollten, antwortete Toto alias Couzalotus: "Weil es Spaß macht ... und weil viele Frauen dabei sind!" Das löste tosenden Applaus im Publikum aus.

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Besonders viel Liebe von den Zuschauern bekam die Figur des Leroy Jenkins, der mit einem Becher voller Hähnchenschenkel bewaffnet auf die Bühne trat. Der Charakter eines World-of-Warcraft-Spielers war vor einigen Jahren durch ein virales YouTube-Video zum Internet-Meme geworden. Dafür konnte er am Ende den Preis als "Center of Attention" entgegennehmen.

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Vier weitere Preise wurden vergeben: Beste Näharbeit, bestes Charakterdesign, beste Bemalung und bestes Kostüm. Letzterer ging an Alina Lüttringhaus. Die Jury begründete die Entscheidung damit, dass bei ihrer Imitation von Saskia aus The Witcher 2 alle Komponenten perfekt gelungen seien. "Ich mag die Dreamhack, weil sie wie eine kleine Games Convention ist. Eigentlich habe ich auch nur am Wettbewerb teilgenommen, weil es dadurch kostenlosen Eintritt zur Messe gab", gab die 24-jährige Düsseldorferin zu. Umso überraschender war der Sieg - ihr erster in ihrer vierjährigen Cosplay-Karriere. Neben einem neuen PC bekam sie auch einen Gutschein für den Besuch der kommenden Summer-Dreamhack in Schweden.

Christian Neffe