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Kultur Regional Bekanntere Unbekannte: Thurston Moore, John Maus und Midori Takada im UT Connewitz
Nachrichten Kultur Kultur Regional Bekanntere Unbekannte: Thurston Moore, John Maus und Midori Takada im UT Connewitz
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12:36 16.11.2017
John Maus tritt am Samstag im UT Connewitz auf.  Quelle: PR
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Leipzig

 Ob wirklich alle Künstler, die von Freitag bis Sonntag im UT Connwitz auftreten, Transhumanisten sind, sei dahingestellt, ist aber vielleicht sowieso wurscht. Denn zwar übernimmt das Festival „Transcentury Update“ den Namen einer Sendung, die sich von 1986 bis 1993 im Lokalfernsehen von Los Angeles und einem 2000-Seelenörtchen Colorados mit dem Transhumanismus befasste, der die menschliche Spezies technologisch aufpimpen will. Aber in einem Interview mit dem österreichischen Magazin „Skug“ charakterisieren die drei Leipziger Organisatoren die Konzertabende eher als „Update zur aktuellen und vergessenen unpopulären Musik“. Dem „musikalischen Experiment und Underground“ habe man sich verschrieben und beziehe sich „auf Werte wie Offenheit, Diversität und Austausch“.

Auffallend ist jedenfalls, dass das Team aus Almuth Wagner und Sebastian Gebeler vom UT sowie dem Schlagzeuger Christian Kühr (White Wine, Zentralheizung of Death) wie schon bei der Festivalpremiere vor einem Jahr ein hochspannendes Aufgebot aus Bekannteren unter den Unbekannten und echten Geheimtipps auf die Bühne bringt.

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Erst Hamburger Elbphilharmonie, dann UT Connewitz

Als zugkräftig auch für ein überregionales Publikum dürften sich mindestens die Headliner der ersten beiden Abende erweisen. Thurston Moore, einst Sänger und Gitarrist der legendären Sonic Youth, kommt am Freitag mit seiner nach ihm benannten Gruppe. Am Samstag kehrt der vielgelobte Lofi-Sphären-Jongleur John Maus zurück auf die Bildfläche, von der er vor ein paar Jahren verschwand, um in Philosophie zu promovieren. Zudem ist das australische Gesamtkunstwerk Alex Cameron zu erleben.

Besonders magische Klänge heben sich die Veranstalter fürs Festivalfinale am Sonntag auf. Drei Tage nach ihrem ausverkauften Gastspiel in der Hamburger Elbphilharmonie trommelt die japanische Meister-Percussionistin Midori Takada in ganz anderem Ambiente. Der Tagesspiegel lobte die 66-Jährige, die bereits in den 70ern mit den Berliner Philharmonikerin spielte, kürzlich für eine Musik, „die aus zunehmender Dunkelheit in eine kuschelige Klangwelt“ entführe.

„Transcentury Update“, Freitag, 20 Uhr: Olimpia Splendid, Thurston Moore Group; Samstag, 20 Uhr: Fun Fare, Jane Weaver, Alex Cameron, John Maus; Sonntag, 20 Uhr: Midori Takada, Love Theme – im UT Connewitz (Wolfgang-Heinze-Straße 12a), Festivalticket 70 Euro, Tageskarten 25 bis 30 Euro

Von mwö