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Kultur Regional Buchmessedirektor Oliver Zille antwortet auf Offenen Brief von „Leipzig nimmt Platz“
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19:53 14.12.2018
Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. Quelle: André Kempner
Leipzig

Das AktionsnetzwerkLeipzig nimmt Platz“, der „Leipzig. Courage zeigen e.V.“ und weitere Initiativen haben sich zusammengeschlossen, um auf der Leipziger Buchmesse 2019 ein demokratisches Miteinander zu demonstrieren. Anlass ist die Teilnahme einiger Verlage, deren Publikationen dem neu-rechten Spektrum zuzuordnen sind. In einem Offenen Brief wenden sie sich nun an Buchmessedirektor Oliver Zille und fordern „die Leipziger Messe“ auf, „Raum für den durch die Zivilgesellschaft der Stadt gestalteten Diskurs zu eröffnen“.

Gemeint ist ein „ständiger Lesestand“, der unter dem Titel „Zivilcourage für gelebte Vielfalt“ auf der Buchmesse vom 21. bis 24. März präsent sein soll. Die Idee droht nun an der Bedingung zu scheitern, dass die Initiative „eine normale Standgebühr zu entrichten hat“. Die Gebühren beginnen bei 424,20 Euro im Rahmen der Gemeinschaftspräsentation in Halle 5.

„Wir hatten einen größeren Stand mit einer Leseecke geplant“, sagte gestern Irena Rudolph-Kokot für das AktionsnetzwerkLeipzig nimmt Platz“ gegenüber der LVZ. „Es hieß von Herrn Zille, dass es für gemeinnützige Zwecke eine Ermäßigung geben würde. Es sollte ein Stand der Leipziger Zivilgesellschaft sein." Es waren Lesungen und Diskussionen geplant unter anderem vom Erich-Zeigner-Haus e.V., Leipzig. Courage zeigen e.V. und Lauter Leise e.V..

Die Initiatoren schreiben, dass „die Leipziger Messe dem publizierenden Teil des neu-rechten Spektrums den roten Teppich“ ausrolle und „jeden damit verbundenen Konflikt“ scheue. In einer auf www.leipziger-buchmesse.de veröffentlichten Antwort erinnert Oliver Zille an das Selbstverständnis als „Plattform für einen offenen und respektvollen Meinungsaustausch“ und an das Gleichheitsprinzip, was die Konditionen für Aussteller betrifft.

Es habe Gespräche mit Pfarrer Christian Wolff als Vertreter des Bündnisses gegeben und der mit dem Manifest Verlag einen Partner gefunden, so Zille. Auf dieser Grundlage sei es möglich, „sich auf der Messe zu präsentieren, Veranstaltungen durchzuführen und damit ihre Anliegen sichtbar zu machen“. Zille habe den Eindruck gehabt, „dass Pfarrer Wolf dieser Lösung zustimmt“ und bedauere den offenen Brief, „da aus unserer Sicht die Gespräche gut verliefen“. Er wünsche sich, den Dialog offen fortzuführen.

von LVZ

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