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Kultur Regional Das erwartet Leipziger am Sonntag beim zwölften Think-Festival am Cospudener See
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09:48 29.07.2019
Auch 2018 hat das Think viele tanzfreudige Leipziger an den Cossi gelockt. Quelle: André Kempner
Leipzig

Sven Väth, Pate der elektronischen Tanzmusik an und für sich, hat zweifelsohne Gefallen am Think-Festival gefunden. Bei der zwölften Ausgabe, die am heutigen Sonntag zum zehnten Mal den Wellengang des Cospudener Sees um ein paar Schallwellen anreichert, ist der 54-jährige Hesse bereits zum fünften Mal die Hauptattraktion. Unvergessen sei ihm, sagte der DJ einmal in einem Interview, wie er 2012 den Pegel wegen der menschlichen und tierischen Nachbarn runterfuhr, als es auf 22 Uhr zuging – und die Partygesellschaft die Stille einfach mit Singen füllte. „I think you are geil“, gab er den Leuten mit auf den Weg zur „Afterhour“ in die Distillery.

32 Künstler, ein Strand: Alle DJs (und eine Marching-Band), die am Sonntag am Cospudener See und in der Distillery auftreten, in einer Bildergalerie.

Aber auch sonst profitiert die jährliche Sause auf drei Bühnen davon, dass viele Genre-Größen der Idee so einiges abgewinnen können, ihrer Arbeit zur Abwechslung mal tagsüber nachzugehen. Und nicht erst zwei Uhr nachts damit anzufangen, wie es im Techno üblich ist. Die Zahl der Think-Wiederholungstäter ist auch dieses Jahr groß: Rødhåd, Robag Wruhme und Gunjah gehören dazu, die Leipziger Club-Prominenz von Lydia Eisenblätter über Chris Manura, Lars Christian Müller, Filburt bis hin zu Peter Invasion sowieso. Nicht zu vergessen: Die Plattenteller-Duelle von Mathias Kaden und Daniel Stefanik sind zwar generell rar gesät, beim Think jedoch eine wunderbare Regel.

Gleichfalls gibt es immer noch hochkarätige DJs, die die sonntägliche Strandparty bislang nicht aus eigener Anschauung kennen: Dave Clarke etwa, der mit seinen 50 Jahren im Vereinigten Königreich als Techno-Pionier einen ähnlichen Stellenwert hat wie Sven Väth hierzulande. Seine Bedeutung lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass er die Regler seines Mischpults auch schon im Auftrag von Depeche Mode, Moby und Underworld bedient hat.

Impressionen vom Think-Festival 2018

Tausende Techno-Fans feierten am Sonntag beim Think?-Festival am Cospudener See zu elektronischer Musik. Die Headliner sorgten am Abend noch mal für ausgelassene Stimmung.

Eine Blaskapelle, die Techno-Hits spielt

Das Berliner DJ-Duo Pon-Pot aus Tassilo Ippenberger und Thomas Benedix sowie der ravende Ornithologe Dominik Eulberg aus dem Westerwald und der Kölner Shooting Star Julian Stetter sind ebenfalls erstmals am Cossi dabei. Unter den Lokalmatadoren erlebt das DJ-Duo Bonbons aus der Leipziger Fäncy-Crew sein Think-Debüt – jedenfalls hinsichtlich eines Platzes im sprichwörtlichen Rampenlicht.

Für regelmäßige Festivalgäste wiederum dürfte der Auftritt der Hamburger Techno-Marching-Band Meute eine neue Erfahrung werden: Haben sich je zuvor elf Künstler gleichzeitig auf einer Think-Bühne versammelt? Und dorthin überdies nicht nur allerlei technischen Schnickschnack, sondern sogar richtige Musikinstrumente geschleppt? Die Meute sorgt seit drei, vier Jahren auf Elektro-Festivals für Furore, indem sie Techno-, House- und Deep- House-Werke bekannter DJs als Blaskapelle interpretiert.

Think-Festival, Sonntag, 10 bis 23 Uhr, Nordstrand des Cospudener Sees; Afterhour ab 22 Uhr in der Distillery, Kurt-Eisner-Straße 108a, Vorverkauf 39,90 Euro plus Gebühr

Von mwö

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