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11:01 03.12.2019
Bibliothekschefin Susanne Metz nimmt Platz im neuen Leipzig-Zimmer der Stadtbibliothek. Das geht Mitte Januar 2020 richtig an den Start. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Die Stadtbibliothek bietet nur den logistischen Rahmen: Die Tische und Regale mit spezifischer Leipzig-Literatur steht schon. Bis Mitte Januar 2020 entsteht am Leuschnerplatz ein „Leipzig-Zimmer“, das seinen ersten Probelauf schon bestanden hat. Die Idee: Auf 177 Quadratmetern wird ein flexibler Raum für Begegnungen und Austausch geboten. Die Inhalte oder das Programm gestalten die Leipziger, die den Raum kostenlos buchen können, selbst. Maximal 50 Leute, die am Tisch sitzen und sich beim Gespräch angucken sollen, passen da hinein. Einzige Bedingung: Das jeweilige Angebot muss für alle frei zugänglich sein, die Leute sollen respektvoll miteinander umgehen.

Heike Scholl freut sich, dass das Leipzig-Zimmer allmählich Konturen annimmt. Quelle: Christian Modla

Bibliothek wird zur „guten Stube“

Für die Bibliothek ist es ein Schritt, immer mehr zum Begegnungs- und Kommunikationsort zu werden – letztlich zur guten Stube. „Ich suche Menschen, die ein ähnliches Hobby wie ich haben. Die kann ich dann hier treffen. Wir sind der einzige Ort in Leipzig, der diese Möglichkeit bietet“, erklärt Susanne Metz, Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken. In Kürze geht eine Online-Plattform ans Netz, über die der Raum kostenlos gebucht werden kann. „Unsere Kernkompetenz ist es ja, Informationen zu vermitteln. Nun gehen wir einen Schritt weiter, bieten Bürgern, Vereinen und informellen Initiativen einen Freiraum an, eigene Formate zu gestalten, sich auszuprobieren, Ideen zu teilen oder Partner für eigene Projekte zu finden“, so die Bibliothekschefin. Was für Themen die Leute interessieren, wurde ermittelt. Verpackungsmüll ist ein Beispiel. Da treffen sich beispielsweise Leute im Leipzig-Zimmer, die einen „Unverpacktladen“ gründen wollen und Gleichgesinnte suchen. Auf dem Online-Portal werden alle Angebote öffentlich gemacht. „So können sich alle informieren, um welches Thema es gerade geht“, so Heike Scholl, die Marketingfachfrau der Bibliothek. Funktioniert das Leipzig-Zimmer, könne es ab 2021 perspektivisch auch in großen Stadtteilbibliotheken angeboten werden.

In einer Wunschbox werden Ideen und Anregungen gesammelt. Quelle: Christian Modla

Kulturstiftung des Bundes fördert Idee

Das Projekt wird gefördert durch den Fonds hochdrei - Stadtbibliotheken verändern – die Kulturstiftung des Bundes. Wie beim „Erzählcafé“ wird das Projekt zunächst mit Partnern wie der Stiftung Bürger für Leipzig ausprobiert. Naturkundemuseum, Volkshochschule und das Soziokulturzentrum Villa sind ebenfalls mit im Boot.

Dekoriert ist das Leipzig-Zimmer übrigens auch mit einer sogenannten Magic Box, in der die Bibliothek Schätze des Hauses virtuell vorstellt. Derzeit sind das Faksimiles von Goethe-Handschriften, ab März 2020 wird die Einrichtung beispielsweise Schätze zum Jahr der Industriekultur 2020 zeigen. Es gibt aber auch eine Box, in der Kinder und andere Interessierte ihr Wissen testen können. Eine Box präsentiert verschiedene interaktive Rätsel, deren Lösung zu einem mehrstelligen Code führt. Damit kann der Tresor geöffnet werden und es winkt ein Preis.

leipzigzimmer.leipzig.de

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