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Kultur Regional Eurodance in Reinform: DJ Bobo in der Arena Leipzig
Nachrichten Kultur Kultur Regional Eurodance in Reinform: DJ Bobo in der Arena Leipzig
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10:22 13.05.2019
Konzert von DJ Bobo mit seiner KaleidoLuna Tour 2019 in der Arena in Leipzig. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

DJ BoBo kehrt mit einer ganz neuen Show nach Leipzig zurück. Präsentiert von der LVZ war er mit „KaleidoLuna“ in der prall gefüllten Arena zu Gast. Konnte er dort begeistern oder weilten die knapp 8000 Besucher für mehr als zwei Stunden in der Eurodance-Hölle? Die LVZ-Kurzkritik:

1. Wie war DJ Bobo drauf?

Ein dauerstrahlendes Energiebündel, das das Alter offensichtlich bislang verschmäht. Und das damit eine ganze Arena anstecken kann. Auch wenn DJ Bobo ab und zu als Entertainer in gefährliche Nähe eines Animateurs im Pauschalreise-Ferienressort rückt, bleibt das noch sympathisch – weil er die ganze Zeit ausstrahlt, dass er sich hier einen Traum verwirklicht.

Grüße aus der Schweiz: DJ Bobo am 12. Mai in der Arena Leipzig

2. Wie war die Stimmung?

Die familientaugliche Show begann mit kurzer Verzögerung, weil die circa 8000 Besucher erst einmal in die Arena kommen mussten. Das bedeutete aber keine genervten Gesichter. Erst einmal Platz genommen, fing sie René Baumanns warme Stimme mit dem ersten Schabernack auch schon ein. Der brachte seine Zuschauer nahtlos von Euphorie zur Ekstase, ließ sie hüpfen, Handytaschenlampen schwenken oder auch klatschen.

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3. Was waren die Höhepunkte?

Neben den sympathisch-menschlichen Momenten, in denen DJ Bobo sich unterhielt, scherzte oder das Publikum in die Choreografie einbezog, waren das sicher die Effekte. Besonders schön die Idee, Drohnen als Leuchtquellen einzusetzen - DJ Bobo brachte selbst die zum Tanzen - oder auch die Sequenz am Schluss, als Band und Tänzer sich mit einer kippbaren Bühne der Arena entgegen neigten.

4. Wie waren Sound und Bühne?

Der Sound der Band bestehend aus Gitarre, Keyboards und Schlagzeug war etwas blass, aber bei einem allenfalls passablen Sänger wie DJ Bobo angemessen. Dafür war gesichert, dass alle Zuschauer ein ähnliches Erlebnis hatten. Den etwas dumpfen Sound machte dafür die Bühnenshow wieder wett. Die setzte neben den Tanzchoreografien auf ein ganzes Spektrum von Licht-, Pyro- und Video-Effekten, die mit der veränderbaren Bühne auf immerhin vier Etagen dann und wann für Staunen sorgten.

5. Wie hoch war der Unterhaltungsfaktor?

Sehr hoch. Wer nicht einen tieferen Sinn in allem sucht, sondern es genießen kann, mit wirklich vielen Menschen, sich nichts weniger als unterhalten zu lassen, wird die „KaleidoLuna“-Tour schätzen. Dazu braucht es übrigens nicht einmal diese klammheimliche Ironie, laut der Eurodance oder einen Nonsens-Hit wie „Chihuahua“ schon immer grottenschlecht waren.

Von Manuel Niemann

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