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Kultur Regional Frühes Erblühen – Vernissagen vor dem Rundgang
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16:05 05.04.2019
„Nik“ von Tom Anholt in der Galerie Eigen+Art. Quelle: André Kempner
Leipzig

Es ist nicht das erste Mal, dass Frühjahrsrundgang und Ausstellungseröffnungen der Spinnereigalerien zeitlich auseinanderfallen. Dass es nun gleich drei Wochen Differenz sind, liegt sowohl an Ostern als auch dem Eventkalender des überregionalen Kunstmarktes. Auf jeden Fall wird es dann aber am letzten Aprilwochenende noch einiges mehr zu sehen geben als an diesem Wochenende, unter anderem in Halle 14 oder dem Residenzprogramm LIA.

Es wäre nicht Leipzig, würde Malerei fehlen. Mit Malte Masemann bei Tobias Naehring und mit Rayk Goetze bei Josef Filipp gehören alte Bekannte dazu, die frische Werke vorstellen, ebenso Jörg Ernert bei The Grass is Greener, dort im Duo mit Benjamin Sabatier präsentiert.

Auch Hans Aichinger, bekannt für seine betont akkurate Malweise, ist nicht das erste Mal bei Reiter zu Gast, wird aber ergänzt durch Bilder von Matthias Kanter und ein filmisches Essay auf mehreren Bildschirmen von Thomas Taube. Ein hier noch ganz neuer Name ist hingegen Tom Anholt, den die Galerie Eigen+Art vorstellt. Der Brite mit persischen und irischen Wurzeln zeigt sehr persönliche Porträts seiner Angehörigen.

Ausstellung von Inga Kerber und Markus Vater bei Thaler Originalgrafik. Quelle: André Kempner

Dem Galerienamen temporär untreu wird Thaler Originalgrafik. Auf alle Arbeiten auf Papier haben Katharina und Ulrich Thaler ihr Profil mit dem Umzug in größere Räume ohnehin schon erweitert. Die ebenso lakonischen wie humorvollen Zeichnungen von Markus Vater passen also gut hinein. Doch von ihm ist auch eine Computeranimation zu sehen, ebenso erotische Malereien von Inga Kerber, die von Haus aus eigentlich Fotografin ist.

Fotografie ist nun aber tatsächlich gleich gegenüber bei Kleindienst zu finden. Sebastian Stumpf inszeniert sich in scheinbar unmöglichen Schwebezuständen über einer felsigen Meeresküste, ergänzt durch einen Film, der so etwas wie ein „Making of“ darstellt. Etwas standortbezogene Fotografie gibt es wie gewohnt auch im Archiv Massiv, diesmal von Margret Hoppe.

Doch die eigentliche Attraktion ist dort eine große, aus dutzenden Düsen Wasser speiende Installation von Ronny Szillo, Stefan Vogel und Erik Swars mit dem bezeichnenden Titel „Bis hier hin ging’s noch gut“. Galerist Michael R. Ludwig steht schon mit dem Wischeimer bereit.

„Feuerstelle“ von Michael Gumhold im Laden für Nichts. Quelle: André Kempner

Zu den ganz großen Namen der Bildhauerei in Deutschland gehört seit den späten 70er Jahren Stephan Balkenhol, in Leipzig durch das Wagner-Denkmal gut bekannt. Bei Jochen Hempel sind nun neue Skulpturen von ihm zu sehen. Ebenfalls ins Räumliche ausgreifend sind die Arbeiten des in Wien lebenden Michael Gumhold im Laden für Nichts, aber eher der Installation zuzuordnen.

Noch einige Orte wären aufzuzählen, ebenso diverse Künstlerinnen und Künstler, darunter Grit Hachmeister, die bei ASPN den Übergang von dem einen zum anderen Zustand in verschieden gearteten Arbeiten darstellt und dies einfach mit „Ach“ kommentiert.

Auf jeden Fall muss aber auf die Werkschauhalle verwiesen werden. Unterstützt durch den Verbund der Spinnereigalerien werden Einblicke in die in Viersen bei Mönchengladbach beheimatete Sammlung Peters-Messer ermöglicht. Ungewöhnlich für eine private Kollektion ist der hohe Gehalt an gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in den Werken aus allen Sparten der Kunst.

Vernissagen der Spinnereigalerien: Samstag, 16 bis 20 Uhr, Spinnereistr. 7 in Leipzig

Von Jens Kassner

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