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Kultur Regional Ausstellung erinnert an tödlich verunglückten Leipziger Galeristen
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10:04 20.03.2019
Hieronymus Wachter Quelle: Tobias Wachter / Galerie Irrgang
Leipzig

Sein Tod war nicht nur für die Familie ein Schock. Nach einem Sturz von der Leiter in seiner Galerie Irrgang war Hieronymus Wachter am 20. Februar an seinen Verletzungen gestorben. Er wurde nur 42 Jahre alt. An ihn soll ab Freitag mit einer Ausstellung unter dem Titel „In memoriam Hieronymus Wachter“ in der Galerie am Dittrichring erinnert werden. „Zelebrieren Sie mit uns den Galeristen, den Ort und die KünstlerInnen, die die Entwicklung der Galerie Irrgang in vielfältiger und prägender Weise mitgetragen haben“, heißt es in einer Mitteilung der Galerie und der Familie. Es solle auch ein Blick auf zwölf Jahre Galeriegeschichte geworfen werden.

Wahrscheinlich die letzte Ausstellung in der Galerie

Die Bedeutung Wachters für das Kunstleben in Leipzig und darüber hinaus wird alleine schon durch die Zahl der Beteiligten deutlich. Gezeigt werden Arbeiten von 50 Künstlern, darunter Christine Ebersbach, Rayk Goetze, Madeleine Heublein, Bertram Kober, Michael Morgner, Rolf Münzner, Mathias Perlet, Annette Schröter, Volker Stelzmann, Andreas Wachter und Doris Ziegler. Zur Eröffnung der Schau um 19 Uhr sprechen Bernd Sikora und Tobias Wachter, der Bruder des Verstorbenen. Dem Vernehmen nach soll es die letzte Ausstellung in der Leipziger Galerie Irrgang sein, die von Tobias Wachter betriebene gleichnamige Galerie in Berlin soll aber fortbestehen.

Ein wichtiger Kunstort in der Leipziger Innenstadt

2007 hatte Hieronymus Wachter, der mit seiner Familie zuletzt in Erlln bei Colditz im Muldentalkreis lebte, die Galerie zusammen mit seinem Geschäftspartner Dirk Bolmerg am Thomaskirchhof eröffnet, 2011 zogen sie in die Räumlichkeiten am Dittrichring. Die Galerie, für die Wachter die künstlerische Leitung innehatte, spezialisierte sich auf die mittlere Generation der „Leipziger Schule“ sowie auf zeitgenössische Kunst aus dem Osten. Neben figürlicher Malerei stellt die Galerie Fotografien, Skulpturen und Grafiken aus. Da Wachter auch als Kunsthändler tätig war, hatte er immer wieder Einblicke in private Sammlungen. So präsentierte die Galerie etwa 2016 Bilder von Max Pechstein oder 2018 „Popart in Leipzig“ mit Werken von Alex Katz, Julian Opie, Mel Ramos und Andy Warhol. Ein klares Galeriekonzept, das immer wieder Raum für Überraschungen ließ. Ein wichtiger Kunstort in der Leipziger Innenstadt.

In memoriam Hieronymus Wachter in der Galerie Irrgang (Dittrichring 6): Eröffnung am 22. März um 19 Uhr; bis 23. April

Von jkl

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