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Inzidenzzahlen im Lockdown: Leipzigs Theater, Gewandhaus und Oper bleiben über Ostern hinaus geschlossen

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18:06 17.03.2021
Bleiben noch länger leer: die Plätze in Gewandhaus, Schauspiel, TdJW, Oper.
Bleiben noch länger leer: die Plätze in Gewandhaus, Schauspiel, TdJW, Oper. Quelle: Jan Woitas/dpa
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Leipzig

Leipzigs Städtische Bühnenhäuser bleiben über Ostern hinaus geschlossen. Das teilte die Stadt am Mittwoch nach der Dienstberatung des Oberbürgermeisters mit. Gewandhaus, Oper, Schauspiel und Theater der Jungen Welt „bleiben für den Publikumsverkehr sowie für Eigen-, Fremd- und Mietveranstaltungen voraussichtlich bis deutlich in den April hinein geschlossen“, heißt es in der Mitteilung. Konkrete Entscheidungen sollen nach dem 22. März getroffen werden.

Voraussetzung für eine Rückkehr zum Spielbetrieb ist entsprechend der derzeit gültigen Öffnungsstrategie eine stabile Inzidenz von unter 100 für die Stadt Leipzig – aber auch parallel in Sachsen. Die aktuelle Situation lässt das nicht erwarten. Die städtischen Bühnenhäuser können nicht von heute auf morgen öffnen, sondern brauchen mehrwöchige Vorberatungsphasen für eine Rückkehr zum Spielbetrieb. Zwischendurch hatte die Politik eine Öffnung zum 22. März in Aussicht gestellt.

Bis auf weiteres wird gestreamt

Dass die Hoffnungen nicht allzu groß waren, lässt sich an den Spielplänen ablesen. Im Schauspielhaus ist bislang für den 15. April die erste Premiere vor anwesendem Publikum geplant: „The Juliet Duet“ mit Erna Ómarsdóttir und Halla Ólafsdóttir in der Residenz. Am 30. April könnte das Musiktheaterprojekt „La Bohème“ von Anna-Sophie Mahler und Anne Jelena Schulte auf die Große Bühne kommen. Bis dahin wird weiter gestreamt, am Freitag (20 Uhr) zum letzten Mal das Projekt „Brennende Erde“.

Am Theater der Jungen Welt geht es erstmal mit dem (ausverkauften) „Winter-Geschichten-Telefon“ weiter, gefolgt vom Interaktiven Geschichtenerzählen in „Und dann?!“, der animierten Webserie „Gulliver“, „Emil und die Detektive“ sowie dem digital-interaktiven Umwelt-Adventure „Und morgen streiken die Wale“. Am 23. April könnte „Sherlock Holmes hört auf“ im Großen Saal Premiere feiern, eine Musikalische Teatime von und mit Benjamin Vinnen und Anhang.

Osterferien-Projekt für Zweier-Teams

Für die Osterferien kündigt das TdJW die Next-Level-Schnitzeljagd „Walking Chaos“ an, bei der Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren in Zweier-Bezugsgruppen-Teams anhand einer App ein Spaziergeh-Theater-Game entwickeln. (Vom 6. bis 11. April, Informationen zur Anmeldung gibt es bei Veronique Nivelle: v.nivelle@tdjw.de; 0341 4866038.)

Das Gewandhaus muss auf seiner Spielplan-Seite weiter vor allem die Absagen auflisten. Ein Lichtblick ist der Livestream „Capriccio“, für den am Sonnabend (20. März) Ulf Schirmer in der Oper das Gewandhausorchester dirigiert. Die konzertante Aufführung von Richard Strauss’ Werk ist ab 18 Uhr zu erleben, den Link gibt es auf oper-leipzig.de.

Der Probenbetrieb kann fortgesetzt werden

Über den Probenbetrieb entscheiden die Eigenbetriebe weiterhin individuell. So haben sich Oberbürgermeister Burkhard Jung und Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke verständigt. „In der Musikschule Leipzig ,Johann Sebastian Bach’ wird bis zu den Osterferien der eingeschränkte Einzelunterricht für ausgewählte Schülerinnen und Schüler fortgeführt“, heißt es. Für die Zeit nach Ostern müssten die kommenden Regelungen abgewartet werden.

Leipzigs städtische Museen sind seit 16. März geöffnet und können nach Anmeldung besucht werden.

Von LVZ