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16:30 14.11.2019
Passen zur gleichen Jahreszeit, werden aber nicht gern verglichen: Äpfel (l.) und Birnen (r.). Quelle: Foto: Jens Wolf/dpa
Leipzig

Jetzt schmecken sie am besten, sagen Menschen, die mit einer 1000er-Packung Dominosteine die Kaufhalle verlassen. Gleiches ließe sich über Äpfel sagen und sowieso über Birnen. Apfel zehrt, Birne nährt, wussten die Großmütter, weil der eine den Appetit anregt und die andere den Hunger stillt. Auf Dominosteine trifft im Grunde beides zu.

Es wird ja abgeraten, Äpfel mit Birnen zu vergleichen oder alles in einen Topf zu werfen – außer für Marmelade zum Beispiel. Oder Kompott. Ein Wort, um das es, würde es aussterben, wirklich schade wäre. Während im Klang von Dessert kulinarische Raffinesse mitschwingt, bleibt Kompott geprägt von der Solidität einer Grundversorgung aus dem Vorratskeller.

Bekenntnis zum Gestern

Aber zum Thema: zum Berliner Schloss. Sahnehäubchen der historischen Mitte. Dessen Wiederaufbau wird – natürlich – teurer. Um 49,2 Millionen Euro. Das liegt an Verzögerungen im Betriebsablauf beim Bau des Humboldt-Forums. Die alles in allem derzeit 644,2 Millionen Euro sind dem Bund jedenfalls zu viel für ein Bekenntnis zum Gestern.

Genaugenommen zum Vorgestern, denn quasi gestern stand an gleicher Stelle der Palast der Republik. Und hätten dort so viele Fledermäuse Quartier genommen wie heute im Sockel des einstigen Kaiser-Wilhelm-Denkmals vor dem Humboldt-Forum, gäbe es neben keinem Einheitsdenkmal auch kein neues altes Schloss, sondern eine Palast-Ruine. (Also doch ein Denkmal.)

Und es stünden jene 500 000 Euro zur Verfügung, mit denen der Jenaer Philharmonie im Moment sehr geholfen wäre für ihr „Zukunftskonzept“, als ein Bekenntnis zum Morgen, wenn man so will. Doch das hieße, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Von Janina Fleischer

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