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Kultur Regional Kinderjury verleiht "Goldene Spatzen" für Abenteuerfilm
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18:04 15.06.2018
Lena von Döhren, Regisseurin freut sich über den Preis in der Kategorie "Serie/Reihe Animation" bei der Preisverleihung im Rahmen des Kinder-Medien-Festivals "Goldener Spatz".
Lena von Döhren, Regisseurin freut sich über den Preis in der Kategorie "Serie/Reihe Animation" bei der Preisverleihung im Rahmen des Kinder-Medien-Festivals "Goldener Spatz". Quelle: dpa
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Erfurt

Gute Effekte, gute Schauspieler und vor allem eine gute Story: Damit hat die Kinderjury des "Goldenen Spatzen" ihre Wahl von "Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft" zum besten Kino-/Fernsehfilm des Kindermedienfestivals begründet. Die Jury aus 26 Kindern lobte die Geschichte über Schüler Felix, der sich mit Geistern und mit plötzlich geschrumpften Eltern herumschlagen darf, als sehr einfallsreich.

In dem deutsch-österreichischen Film spielen unter anderem Otto Waalkes, Andrea Sawatzki und Axel Stein mit. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert, die an den Regisseur Tim Trageser gehen, wie eine Festivalsprecherin zur Verleihung am Freitag in Erfurt mitteilte.

"Katzentage" & Co.

Der mit 4000 Euro dotierte Preis für das beste Drehbuch des MDR-Rundfunkrats ging an Jon Frickey für "Katzentage". Den erstmals vergebenen und mit 1000 Euro verbundenen Publikumspreis ging an "Das schweigende Klassenzimmer" von Regisseur Lars Kraume.

Daneben zeichneten die Jurykinder die Doku-Drama-Serie "Der Krieg und ich: Anton" aus, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive von Kindern beschäftigt. "Es war nicht langweilig, da die Dokumentation mit einer Geschichte in Verbindung gebracht wurde", hieß es in der Begründung der Jury.

Richtig knapp fiel die Entscheidung für die besten Darsteller aus, so die Kinder: Karoline Herfurth erhielt für ihre Rolle in der Verfilmung von Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker "Die Kleine Hexe" einen "Goldenen Spatzen". Auch Oskar Keymer verdiente nach Ansicht der Jury eine lobende Erwähnung für seine Rolle als Felix im Gewinnerfilm.

Besucherrekord

Neben Filmen und Serien verlieh eine Spezialkinderjury einen Preis an die Website "Kinderweltreise.de" mit Informationen über verschiedene Kulturen und Länder der Welt. Das Internet gehört für viele der Jurykinder bei ihrem Medienkonsum ganz selbstverständlich zum Alltag. "Ich schaue meistens Sachen auf Netflix oder DVD", sagte etwa Jurymitglied Romy Guilmet. Auch Jurykind Maximilian Kunantz besteht auf die Video-Plattform Youtube als Alternative neben Kino und Fernsehen.

Seit Sonntag kamen 19.000 Besucher zum Festival - ein Rekord, wie es beim Veranstalter hieß. Im vergangenen Jahr waren es rund 17.000 gewesen. Am Samstag werden die Preisträgerbeiträge noch einmal in einem Erfurter Kino zu sehen sein. Im kommenden Jahr findet das Festival vom 2. bis zum 8. Juni statt.

LVZ