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Kultur Regional Leipzig will die Erinnerungen an Richard Wagner und Hanns Eisler fördern
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21:59 06.11.2017
Hier stand das Geburtshaus von Richard Wagner Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Die Stadt Leipzig will die Erinnerung an die Komponisten Richard Wagner und Hanns Eisler mit insgesamt 130.000 Euro unterstützt. Laut der Stadt hat Oberbürgermeister Burkhardt Jung einen entsprechenden Vorschlag auf den Weg gebracht. Die Idee dafür kam von der Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke.

Die Stadt als Teil der Richard-Wagner-Stiftung

Jennicke meint, dass die Stadt ihr Potenzial als Geburtsstadt Wagners besser nutzen müsse, ähnlich wie beispielsweise Halle in Bezug auf den Komponisten Georg Friedrich Händel. Ihr Vorschlag umfasst eine Mitgliedschaft der Stadt im Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung und ab 2018 einen jährlichen Zuschuss von 90.000 Euro. Mit diesem Geld soll die Stiftung ein Konzept entwickeln, um das Leben von Richard Wagner für Einwohner und Touristen zu präsentieren. Damit kommt die Kulturbürgermeisterin auch einem Wunsch des hiesigen Richard-Wagner-Verbandes nach, der sich schon seit Jahren eine Ausstellung in Wagners Geburtshaus am Brühl wünscht. Lange Zeit schien das unmöglich, da die Person Wagner auch in Leipzig stark umstritten ist. Deswegen fordert Jennicke für eine mögliche Ausstellung eine kritische Auseinandersetzung mit Wagner und seinen Positionen.

Hanns-Eisler-Stipendium in historischen Räumlichkeiten

Pünktlich zum 120. Geburtstag möchte die Stadt Leipzig auch den Komponisten Hanns Eisler in den Mittelpunkt der Kulturpolitik rücken. Dafür will sie ab 2018 dem Verein Eisler-Haus Leipzig e.V. jährlich 40.000 Euro zukommen lassen. Bereits 2016 hat die Leipzigstiftung Eislers Geburtshaus in der Hofmeisterstraße erworben. Hier soll ab 2018 unter Leitung des Eisler-Haus-Vereins ein Composer-in-Residence-Programm entwickelt werden. Im Zentrum des Programms steht ein fünfmonatiges Stipendium für einen Komponisten oder eine Komponistin. Die Vorschläge werden in den folgenden Monaten von den Fachausschüssen diskutiert und schließlich dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt.

thiko

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