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Kultur Regional Leipziger Kunst- und Kulturhäuser unterzeichnen „Sächsische Erklärung der Vielen“
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22:42 12.04.2019
„Die Vielen“ sprechen sich nun auch in Leipzig für Weltoffenheit und Toleranz aus (Symbolbild). Quelle: Christoph Soeder/dpa
Leipzig

Am Freitag hat die Kampagne „Die Vielen“ auch außerhalb Dresdens den Freistaat Sachsen erreicht und so unter anderem einige Leipziger Kultur-Institutionen mobilisieren können. Als Vorbild diente die Berliner Erklärung: Seit November 2018 solidarisieren sich immer mehr Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen mithilfe einer gemeinsamen Erklärung mit marginalisierten und diskriminierten Gruppen.

Jürgen Zielinski, Intendant des Theaters der Jungen Welt in Leipzig-Lindenau, spricht sich für die Initiative aus: „Nun braucht es wieder – und deutlich vehementer – ein breites Bündnis, das gemeinsam und nachhaltig für ein offenes und demokratisches Miteinander eintritt und rechtspopulistischer beziehungsweise rechtsextremer Einflussnahme entschieden entgegentritt.“

93 Unterstützer am ersten Tag

Das Bündnis spricht sich vor allem für tolerante und weltoffene Bühnen aus. Bereits 93 Einrichtungen haben die Erklärung unterzeichnet. Weitere Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen wie Privatpersonen können sich dem anschließen. Aus Leipzig gehören zu den Erstunterzeichnern unter anderem verschiedene Theater, Musikhäuser, Museen, Hochschulen, Verlage, Stiftungen, Vereine wie auch die Stadt Leipzig selbst, für die die Kultur-Beigeordnete Skadi Jennicke unterschrieb.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass eine freiheitlich demokratische Gesellschaft auf Basis des Grundgesetzes nur möglich ist, wenn das Miteinander von Achtung, Toleranz und Weltoffenheit geprägt ist und sich Kunst und Wissenschaft frei von ideologischer Vereinnahmung entfalten können“, begründen die Direktoren des Gewandhauses zu Leipzig, Andreas Schulz und Gereon Röckrath, ihre Entscheidung das Projekt zu unterstützen.

Von Lotta-Clara Löwener

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