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Kultur Regional Leipziger Publikationen als schönste Bücher Deutschlands ausgezeichnet
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15:28 25.06.2019
Der Austellungskatalog zu "Arno Rink. Ich male!" war außergewöhnlich genug für eine Auszeichnung der Stiftung Buchkunst. Quelle: Studiovie
Leipzig/Berlin

Leipzig bewies am Montag erneut, dass es eine Buchstadt ist: Zwei Titel aus der Messestadt sind von der Stiftung Buchkunst mit 23 weiteren Titeln als „Die Schönsten Deutschen Bücher“ ausgezeichnet worden. Das gab das Frankfurter Institut in Berlin bekannt.

RAF-Emblem auseinandergenommen

Die drei Studenten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Felix Holler, Jaroslaw Kubiak und Daniel Wittner haben sich über mehrere Jahre mit der Symbolik der Roten Armee Fraktion auseinander gesetzt. Gemeinsam mit ihrem betreuenden Professor Günter Karl Bose entwickelten sie die Ausstellung „Zeichen als Waffen“ im Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek.

Daniel Wittner , Felix Holler , Günter Karl Bose und Jaroslaw Kubiak präsentieren die Ausstellung „Zeichen als Waffe“ im Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek. Quelle: Andre Kempner

In diesem Zusammenhang entstand das Buch „Name, Waffe, Stern“ als Diplomprojekt der drei Studenten. Hier dekonstruieren sie das Emblem der linksterroristischen Organisation und analysieren die einzelnen Bestandteile. Im Wettbewerb wurde die Publikation als einer von fünf Titeln in der Kategorie Wissenschaftliche Bücher nominiert.

Künstler nahegebracht

In der Kategorie „Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge“ wurde der Band zur Ausstellung „Arno Rink. Ich male!“ im Museum der bildende Künste prämiert. In dem gleichnamigen Katalog wird die Retrospektive des Malers, der seit 1972 in Leipzig lehrte und lebte, den Besuchern und Lesern nahe gebracht und erläutert.

Bekannte und unbekannte Bilder des Leipziger Malers Arno Rink wurden 2018 im Museum der bildenden Künste gezeigt. Quelle: Andre Kempner

Dafür ist Museumsdirektor Alfred Weidinger etwas weiter gegangen als normalerweise üblich: Statt Aufsätze und großformatige Komplettansichten der Gemälde betrachtet er die Werke kleinteiliger. Die Bestandteile der Bilder werden mit Anmerkungen erklärt und mit Detailaufnahmen erläutert. „Der typografische Umgang unterstreicht insgesamt das energetische Schaffen des Künstlers“, begründete die Jury die Entscheidung.

Zum Thema:

Nach Angaben der Stiftung traf eine Jury eine Auswahl aus insgesamt 681 Einreichungen. Eine weitere Jury prämierte dann aus der Vorauswahl jeweils fünf Titel in den fünf Kategorieren Literatur, Wissenschaftliches Buch, Ratgeber, Kunstbuch und Kinderbuch. An eines dieser 25 prämierten Büchern wird am 6. September der Preis der Stiftung Buchkunst verliehen, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Außerdem werden die Bücher zu verschiedenen Gelegenheiten präsentiert, zum Beispiel während der Leipziger Buchmesse.

thiko

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