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15:45 14.10.2019
Hier wurden offensichtlich Plätze doppelt verkauft. Kronprinzessin Mette-Marit liest gemeinsam mit Kindern im Literaturzug auf dem Weg von Berlin nach Köln. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Leipzig

Die Kronprinzessin nimmt den Zug. Mit einem Sonder-ICE und ihrem Prinzen hat sie sich am Montag auf den Weg von Berlin nach Köln gemacht. Dafür legen Bürgerliche 125 Euro auf den Tisch und brauchen keine fünf Stunden.

Am Dienstag fährt Mette-Marit, so heißt die Prinzessin, von Köln nach Frankfurt am Main, das geht schneller. Was bedauerlich ist, denn als Botschafterin der Literatur Norwegens, Gastland der Frankfurter Buchmesse, will sie gar nicht so schnell wie möglich am Ziel sein, sondern so literarisch wie möglich. Da ist sie bei der Deutschen Bahn genau richtig.

Große Fragen

„Bücher sind gute Begleiter auf dem Weg des Lebens“, sagt die Botschafterin. die in Norwegen regelmäßig den Literaturzug nimmt, der dort „Litteraturtog“ heißt . Zumindest wie ein halbes Leben fühlt sich der Weg an, nutzt man hierzulande bei Wind und/oder Hitze und/oder Kälte die Bahn. Nicht immer gibt es Grund zu der Annahme, das Ziel noch in diesem Leben zu erreichen, worauf Menschen mitunter gereizt reagieren. Das muss nicht sein.

Schauen wir lieber, wie die Norwegerin mit schwierigen Situationen umzugehen versteht: „Viele von uns haben erlebt, dass Literatur dabei hilft, nach Antworten auf die großen Fragen zu suchen“, sagt sie und nennt Fragen wie: „Was machen wir hier eigentlich?“ oder„Was ist der Sinn hinter allem?“

Buchstaben pro Stunde

Die sollten mal auf den Anzeigetafeln an Bahngleisen eingespielt werden, gleich unter der „geänderten Wagenreihung“ und den Verspätungsminuten, die sich in „etwa drei Kurzgeschichten später“ umrechnen ließen. Am besten verbunden mit einer Roman-Empfehlung.

Von Janina Fleischer

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