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Kultur Regional Musik zum Anfassen: Das können Sie auf der neuen Messe musicpark erleben
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20:40 01.11.2019
.In der Playzone können Instrumente ausprobiert werden. Hier spielen die ersten Messebesucher Schlagzeug. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Gitarrenmusik schallt durch die große Messehalle, dazwischen mischt sich der Beat eines Schlagzeugs, vom anderen Ende der Halle ertönt laut eine Trompete. Dass sich dieses Wochenende auf der Leipziger Messe alles um Musik dreht, ist nur unschwer zu überhören. Die Musik-Erlebnismesse musicpark feiert vom 1. bis 3. November in Leipzig ihre Premiere. Drei Tage lang bietet sie ein abwechslungsreiches musikalisches Programm von Klassik bis Pop, das besonders zum selbst Musizieren und Ausprobieren einlädt.

Das richtige Instrument finden

Musik soll den Besucherinnen und Besuchern des musicpark auf ganz unterschiedliche Weise zugänglich gemacht werden. In sogenannten „Playzones“ können Menschen, die bisher noch kein Instrument spielen, verschiedene Musikinstrumente ausprobieren und so vielleicht das passende Instrument für sich finden. „Egal ob jung oder alt, ob Klassik-Liebhaber oder Rock- und Pop-Fan – Musik begeistert alle. Allein die Auswahl an Musikinstrumenten ist so groß, dass garantiert jeder seinen perfekten musikalischen Wegbegleiter finden kann“, meint Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Unter professioneller Anleitung können auf der Musik-Messe Ukulele, Gitarre, Drums oder Piano getestet und Basistechniken erlernt werden. Michael Stöver, Vertriebsleiter bei Yamaha, blickt zufrieden auf das „Sax Camp“, eine der „Playzones“, in der eine Musiklehrerin etwa zehn Interessierten das Saxofonspielen zeigt. „We will rock you“ wird gerade geprobt. „Unser Ziel ist es, Menschen für Musik zu begeistern“, so Stöver, der für die Playzones verantwortlich ist. Das Konzept der musicpark Messe habe ihn gerade wegen des Mitmach-Gedankens überzeugt, sagt er.

Musik machen und ausprobieren

Auch wer schon ein Instrument spielen kann, kommt beim musikparc auf seine Kosten. In sogenannten „Rooms of Doom“ können verschiedene Instrumente angespielt und ausprobiert werden. Wer im Ausstellungsbereich ein Instrument entdeckt, kann es außerdem in Testboxen, separaten, ruhigen Räumen, testen. Im angegliederten Market-Bereich können Instrumente, Equipment und Zubehör dann auch direkt vor Ort gekauft werden. „Das ist schon einzigartig, dass die Instrumente hier direkt ausprobiert werden können“, sagt Martin Piroth, Geschäftsführer der Metal Drum Power. Der Schlagzeughersteller aus dem Sauerland erhofft sich von der Messe in Leipzig neue Kunden für seine in Handarbeit hergestellten Drums. Auch diese können am Stand direkt ausprobiert werden. Insgesamt sind auf der Messe über 200 Aussteller und Marken aus 11 Ländern vertreten.

Lautstärke-Warnung und Ohrstöpsel

Natürlich darf auf einer Musikmesse auch Life-Musik nicht fehlen. Newcomer Bands wie die Wahl-Leipzigerin NEA! zeigen ihr Können auf der Stage Zero. Die Sängerin stellt täglich zusammen mit ihrer Violinistin ihr Pop-Album „Kassettenkind“ auf der Newcomer-Bühne vor.

Die Musik-Erlebnismesse musicpark feiert ihre Premiere. Ausprobieren und Mitmachen sind dabei ausdrücklich erwünscht.

Ein besonderes Erlebnis sind außerdem die „sweatbloodtears“-Boxen. In den schalldichten Soundkabinen kann Musik in Konzertlautstärke erlebt werden. An der Tür stehen Lautstärke-Warnschilder und in einer durchsichtigen Box am Eingang liegen Ohrstöpsel bereit. Besonders in der Drum-Box wird es laut. Hier spielt beispielsweise der Schlagzeuger Jost Nickel, der für Jan Delay an den Drums sitzt, eine Show in Clubatmosphäre. In den verschiedenen Erlebnisbereichen spielen insgesamt über 350 national und international renommierte Musiker ihre Instrumente.

Musik als Gemeinschaftserlebnis

Auch Musikschulen sind auf der Messe vertreten und stellen ihr Angebot vor. „Wir wollen vor allen Dingen zeigen, dass Musik ein Gemeinschaftserlebnis ist, das in Musikschulen erlebt werden kann“, sagt Matthias Wiedemann, Leiter der Musikschule LeipzigJohann Sebastian Bach“. Die Messe biete eine gute Gelegenheit, um neue Instrumente auszuprobieren und auch Equipment zu kaufen, betont er. Schülerinnen und Schüler seiner Musikschule treten auf der Bühne für junge Talente auf und sollen dabei auch Lust auf gemeinsames Musizieren machen.

„College & Academy“ heißt ein Angebot, bei dem in Vorträgen, Expertenrunden und Workshops musikalisches Fachwissen von Profis vermittelt wird. Wer sich auf einer Bühne ausprobieren will, kann dafür die „Open Mic Bühne“ nutzen.

Musicpark: Noch bis Sonntag, jeweils 10–18 Uhr, Neue Messe, Tageskarte: 19/10 Euro;musicpark.de.

Von Lilly Günthner

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