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Kultur Regional „Organisatorische Gründe“: Wagner sagt Leipziger „Tannhäuser“ ab
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17:53 09.12.2017
Katharina Wagner sagt ihre Inszenierung von Richard Wagners "Tannhäuser" in Leipzig ab. (Archivbilder) Quelle: dpa
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Leipzig

Die Premiere am 17. März sollte ein Highlight der laufenden Saison werden: Richard Wagners „Tannhäuser“ an der Oper Leipzig, dirigiert vom Intendanten Ulf Schirmer und inszeniert von seiner Bayreuther Kollegin Katharina Wagner. Doch daraus wird nichts. Gestern Nachmittag gab die Oper Leipzig knapp bekannt: „Aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten war es leider nicht möglich, die Produktion ,Tannhäuser’ unter der Regie von Frau Professor Wagner zum angekündigten Zeitpunkt zu realisieren. Die Oper Leipzig und Frau Professor Wagner bedauern dies sehr, freuen sich jedoch auf eine künftige gemeinsame Zusammenarbeit bei der Oper ,Lohengrin’ von Richard Wagner, welche voraussichtlich im November 2020 Premiere haben wird.“

Dass beide Seiten nun mit Freude auf eine spätere Zusammenarbeit zusteuern, zeigt immerhin, dass sich Dirigent und Regisseurin nicht überworfen haben. Tatsächlich bestätigte Wagner am Freitag am Telefon. „Ich habe mich sehr gefreut auf die Arbeit in Leipzig, und ich schätze Ulf Schirmer als wunderbaren Dirigenten ebenso wie als Intendanten-Kollegen. Aber manchmal soll es halt nicht sein.“

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In Bayreuth kommt derlei mit einiger Regelmäßigkeit vor, in Leipzig dagegen ist solch ein Absprung ein Vierteljahr vor einer Premiere schon etwas Besonderes. Wer oder was auch immer da nicht fertiggeworden ist, bringt das Haus jedenfalls in erhebliche Schwierigkeiten. Denn nun muss mit Hochdruck Ersatz gefunden werden. Pressesprecherin Steffi Gretschel gestern auf Nachfrage: „Wir suchen mit aller Kraft und, fest steht: Wir werden am 17. März eine ,Tannhäuser-Premiere’ haben, unter der Leitung von Professor Ulf Schirmer und mit der geplanten Sänger-Besetzung. Nur eben mit einem neuen Regie-Team.“

Peter Korfmacher

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