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Kultur Regional Parkway Drive bauen in der Arena Leipzig am Metal-Denkmal
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10:19 27.01.2019
Die australische Metal-Band Parkway Drive spielte in der ausverkauften Arena in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leizpig

Wenn Parkway Drive in die Arena Leipzig laden, ist Budenzauber angesagt. Fieses Gefrickel, melodische Refrains, alles zerfetzende Beatdowns. Nach dem Auftakt zur Headliner-Europa-Tour in Hamburg am Freitag war Leipzig am Sonnabend der zweite von sechs Stopps in Deutschland. Schon die Bands im Vorprogramm zeigen den Stellenwert: Keine geringeren als Killswitch Engage und Thy Art Is Murder begleiten die Australier.

Wie war Parkway Drive auf der Leipziger Bühne drauf?

Die Australier hatten definitiv Bock und hätten in dieser Verfassung auch jede Dschungelprüfung überstanden. Dementsprechend energiegeladen zeigte sich auch der charismatische Frontmann Winston McCall. Der 36-Jährige konnte sich mit Blick ins Publikum zudem das ein oder andere „Oh holy hell, yes, yes!“ nicht verkneifen.

Die australische Metal-Band Parkway Drive begeisterte am Sonnabend hunderte Fans in der ausverkauften Arena in Leipzig

Wie war die Stimmung?

Mindestens zwei Bands mit Headliner-Charakter am Stück zerren zwar an den Kräften, kitzeln aber auch die letzten Reserven heraus. Die Leipziger waren in bester Laune und mit dem Material mehr als nur gut vertraut.

Was waren die Höhepunkte?

Sicher der epische Einmarsch mit Fackeln, quer durch die Crowd. Auch die durch das Publikum übernommenen Crew-Vocals bei Prey, Carrion oder Wild Eyes, das Oldschool-Metal-Gitarren-Gepfriemel bei Karma, die Breakdowns oder die häufigen Interludes und ruhigen Passagen wie vor Writings On The Wall oder Cemetery Bloom sorgten für genügend Abwechslung und ausreichend Höhepunkte während der 17 Titel – samt Zugaben, zu denen die Band auf einem Podest mitten im Zuschauerraum auftauchte.

Wie waren Sound und Bühne?

Dass die Arena kein Gewandhaus mehr wird, dürfte bekannt sein. Muss sie auch nicht. Doch ein kleiner Club, dem die ein oder andere Ungenauigkeit verziehen wird und der Resonanzkörper des Publikums einiges auffängt, ist sie eben auch nicht. Etwas weniger schwammig hätte es schon sein können. Sei es drum: die Gitarren krachten, Stimmen und Instrumente waren ausgewogen.

Wie hoch war der Unterhaltungsfaktor?

Jedes Break saß, beinah perfekte Bühnenproduktion und eine astreine Performance mit hohem Live-Vergnügen. Und soweit das Auge reichte Spots und Pyro – Flammen am laufenden Band, irgendwas blitzte und loderte immer. Das hätte auch alles ohne Probleme zu Rammstein gepasst. Das Metal-Schlachtschiff Parkway Drive hat die Messlatte für 2019 in Leipzig definitiv sehr früh weit oben locker übersprungen.

Von Mathias Schönknecht

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