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Kultur Regional RB-Leipzig-Stadionsprecher reitet auf der Neuen Deutschen Welle
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19:59 04.09.2019
NDW-Historiker: Tim Thoelke und Elia van Scirouvsky im Flowerpower. Quelle: André Kempner
Leipzig

Die meisten kennen ihn aus dem Stadion, wenn er die RB-Leipzig-Fans vor einem Spiel anheizt. Begeistern kannTim Thoelkeaber definitiv auch außerhalb der Red-Bull-Arena. Zum vierten Geburtstag von Elia van Scirouvskys Rock-Lesung im Leipziger Club Flowerpower hat er am Dienstagabend erzählt, wie er von den deutschsprachigen Liedern, die seine Mutter immer gehört habe, zur Neuen Deutschen Welle gekommen ist.

Nenas „Schlafzimmerstimme“ und eine doppelte Portion Zärtlichkeit

Wo Jim Rakete meint, dass Nena eigentlich gar nicht als Gesicht der NDW gilt, ist Thoelke da vollkommen anderer Meinung. Auch wenn sie erst gegen Ende der NDW-Zeit durchgestartet ist, findet der Stadionsprecher, dass ihre Musik definitiv noch in diese Ära reinpasst. Denn spätestens 1984 mit „Irgendwie, irgendwo, irgendwann – Die Zeit ist reif für ein bisschen Zärtlichkeit“ begeisterte Nena mit ihrer „Schlafzimmerstimme“ den jungen Thoelke. Supersexy war sie für ihn schon vorher.

Dabei findet Thoelke, selbst Musiker und DJ, dass die NDW um diese Zeit schon an den Felsen bricht. Namen wie Grönemeyer oder Lindenberg gehören für ihn gar nicht mehr dazu, und auch Kraftwerk, obwohl sehr einflussreich, ist für ihn nicht mehr Teil der deutschsprachigen Variante des Punks und New Wave.

Neue Deutsche Welle bringt Abkühlung mit

Von der Qualität her ist Ideal eine seiner Lieblingsbands der Welle, die ohne großes Geld und teures Equipment dank billiger Synthesizer einen Meilenstein der deutschen Musikgeschichte darstelle. Sängerin Annette Humpe hatte Anfang der 80er-Jahre keine Lust mehr auf die Szene der 70er, gab sich kühl und unnahbar. Entsprechend abgeklärt hören sich die Texte an, die sie singt, auch wenn sie nicht unbedingt die spannendsten seien. Denn Hauptsache ist, dass die Stimmung rüberkommt: Mir ist alles egal und mich tangiert das alles hier nicht. So auch in Ideals Hit „Eiszeit“.

Mit kindlicher Freude präsentiert Thoelke dem Publikum seine Plattensammlung. Von der Band Trio („Du liebst mich nicht“) hat er das Album „Bye Bye“ in sechs verschiedenen Ausführungen. Da die Gruppe das Cover der LP als Werbefläche vermietet hatte, änderte es sich mit der Zeit bei jedem Nachdruck immer mehr, auch aufgrund rechtlicher Ungereimtheiten. Mal gibt es das Cover mit mehr Anzeigen, mal sind gar keine zu sehen. Tim Thoelkes Sammlung dokumentiert all diese Veränderungen. Und er ist an diesem Abend unglaublich froh, dass sich endlich mal jemand dafür interessiert. Das passiert sonst wohl nicht so häufig.

Von Elena Boshkovska

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