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Kultur Regional Sächsischer Verlagspreis geht an Peter Hinkes Connewitzer Verlagsbuchhandlung
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13:08 08.03.2019
Peter Hinke und die Connewitzer Verlagsbuchhandlung bekommen den 2. Sächsischen Verlagspreis. Quelle: Kempner
Leipzig

Der zum zweiten Mal vergebene Sächsische Verlagspreis geht an die in Leipzig ansässige Connewitzer Verlagsbuchhandlung. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert. Die Jury würdigt die bald 30-jährige verlegerische Leistung Peter Hinkes (52).

„Er bietet Autorinnen und Autoren verschiedener Generationen eine verlegerische Plattform für Lyrik und Prosa. Zu den jungen und mehrfach ausgezeichneten Autorinnen und Autoren zählen Ulrike Almut Sandig oder Clemens Meyer, unter den Klassikern ist beispielsweise die Mundartdichterin Lene Voigt.“ Im Verlag erscheint zudem eine Werkausgabe des Dichters Andreas Reimann.

Besondere Gestaltung

Hinke arbeite mit Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig sowie Illustratorinnen und Illustratoren eng zusammen. Die Jury hebt zudem die besondere künstlerische und grafische Gestaltung der Bücher und Schriftreihen hervor, zu denen die Reihen „Wörtersee“ und „Geschichten ohne festen Wohnsitz“ gehören.

Auch habe Peter Hinke über Jahrzehnte hinweg die enge Verbindung von Buchverlag, Buchhandlung und literarischem Veranstaltungsprogramm erfolgreich vorgelebt. Zur Connewitzer Verlagsbuchhandlung gehört der Buchladen im Specks Hof sowie die Filiale Wörtersee im Peterssteinweg. Seine Arbeit habe ihre festen Wurzeln in Leipzig und biete gleichzeitig Impulse über die Literaturstadt und Sachsen hinaus, schreibt die Jury.

Die Buchstadt Leipzig am Leben erhalten

Peter Hinke zeigte sich von der Nachricht „sehr überrascht“, denn: „Es ist schon ein großer Preis und es gibt ja in Sachsen auch viele andere Verlage, die in Frage gekommen wären“. Sächsisch, so Hinke, „sind die meisten unserer Autoren, sind unsere Gestalter, Hersteller und auch die Leipziger Druckerei, die unsere Bücher seit fast 30 Jahren betreut. Das hat sich einfach zufällig ergeben.“ Deshalb sei der Preis „auch eine Anerkennung nicht nur für uns und unseren Verlag, sondern auch für die Menschen drumherum, die so langfristig die Buchstadt Leipzig am Leben erhalten.“

Der Sächsische Verlagspreis wird von den Landesministerien für Wissenschaft und Kunst sowie für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgelobt – gemeinsam mit dem Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.. Helmut Stadeler, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes,verweist darauf, dass „unabhängige Verlage das freie Wort“ verbreiten, sie „stoßen Debatten an, fördern den gesellschaftlichen Dialog und die kulturelle und ästhetische Bildung“.

Neue Autorinnen und Autoren

Mit dem Preis werde „der Mut der unabhängigen Verlage für die kulturelle, wissenschaftliche und gesellschaftliche Vielfalt im Freistaat gewürdigt“ , schreibt Kunstministerin Eva-Maria Stange in einer Pressemitteilung. „Kleine Verlage sind Bewahrer der Kultur des Lesens, sie veröffentlichen das ,besondere Buch’, das künstlerische Kleinod und spezialisieren sich auf Nischensparten und neue Autorinnen und Autoren“. Verlage wie die Connewitzer Verlagsbuchhandlung „haben den Ehrgeiz, Qualität jenseits des Mainstreams zu produzieren“ Gleichzeitig seien sie herausgefordert „von der rasant fortschreitenden Digitalisierung und den wirtschaftlichen Anforderungen, die das Überleben sichern.“

Für Wirtschaftsminister Martin Dulig bilden sächsische Verlage „mit ihrem publizistischen und wirtschaftlichen Engagement“ die Grundlage dafür, „dass auch sächsische Autoren ihre Leser erreichen“.

Die Connewitzer Verlagsbuchhandlung auf der Leipziger Buchmesse (21. bis 24. März): Halle 5, Stand F 123

Von LVZ

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