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20:22 14.08.2019
Der Aufbau des Highfield-Festivals in Großpösna ist schon seit zehn Tagen in vollem Gang. Quelle: André Kempner
Großpöna

Gabelstapler fahren über den Rasen, Techniker hängen meterhoch in den Bühnen und dem hölzernen Pferd, von dem aus Besucher auf die Bühnen gucken können, fehlt noch der Kopf. Am Mittwochmorgen, einen Tag vor dem offiziellen Festivalstart, laufen die Aufbauarbeiten auf dem Gelände des Highfield-Festivals am Störmthaler See in Großpösna auf Hochtouren.

Drei Bühnen und 41 Essensstände sind auf dem Gelände

Etwa zehn Tage bevor die erste Band die Bühne betritt, starten die Arbeiten in Großpösna. „Es geht mit der Einmessung des Geländes los“, erklärt Highfield-Sprecher Steffen Gehder. Als nächstes folgen die aufwendigen Aufbauarbeiten am festivaleigenen Supermarkt Penny.

Vor dem Festival: So läuft der Aufbau für das Highfield 2019 ab.

Etwa fünf Tage vor dem Festivalstart wird der Bauzaun rund um das Gelände errichtet. „In diesem Jahr haben wir 12,5 Kilometer davon aufgestellt“, erklärt Gehder. In den letzten drei bis vier Tagen der Aufbauphase folgen dann noch die zwei großen Bühnen und die „Beck’s Beach Stage“ direkt am Strand. „Die ist im letzten Jahr besonders gut angekommen“, so Gehder.

Auch für Essen wird gesorgt – 41 Foodstände sind es in diesem Jahr. „Da ist auch viel vegetarisches und veganes Angebot dabei“, so der Sprecher. In diesem Jahr sollen die Imbissstände komplett ohne Plastik auskommen. Auf Plastikbesteck und – teller wird verzichtet, stattdessen kommen Alternativen aus Bambus und Holz zum Einsatz.

Über 310 mobile Toiletten werden aufgestellt

Außerdem müssen natürlich sanitäre Anlagen auf den Platz gebracht werden. Dafür werden 310 mobile Toiletten, 270 Wasserklosetts und 114 Urinale aufgestellt. Damit der Aufbau reibungslos funktioniert, sind teilweise bis zu 120 Handwerker gleichzeitig auf dem Gelände unterwegs.

Auch das Sicherheitskonzept gehört zur Vorbereitung eines Festivals. Das Sanitäterzelt ist unweit der Hauptbühne. „Wer Probleme hat oder sich einen Fuß umknickt, kann aber auch jederzeit unser Sicherheitspersonal ansprechen“, erklärt Gehder. Wenn Besucher, die beispielsweise Belästigung erfahren, die Frage „Wo geht es nach Panama?“ gegenüber einem Mitglied des Sicherheitspersonal äußern, wird ihnen zudem sofort geholfen.

Mülltrennung ist ein wichtiges Thema beim Highfield

Auch um das Thema Müllentsorgung haben sich die Veranstalter viele Gedanken gemacht. So gibt es auf dem Gelände eine eigene Recyclingstation. Die Festivalbesucher werden außerdem angehalten, auch ihre sonstigen Abfälle selbst einzusammeln. Enthalten im Ticketpreis sind daher auch fünf Euro Müllpfand. Beim Einlass auf das Festivalgelände wird jedem Besucher ein Müllbeutel und eine Pfandmarke ausgehändigt. Für die Abgabe eines gut gefüllten Müllsacks können sie sich am Ende des Festivals ihre fünf Euro Müllpfand wieder abholen.

Die Vorbereitung für die ausgeklügelte Logistik beginnt Monate im Voraus. „Schon jetzt denken wir an das Highfield-Festival 2020“.

Weitere Beiträge zum Highfield Festival 2019 finden Sie im LVZ-Special.

Von Pia Siemer

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