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Kultur Regional So klang Schiller in der Arena Leipzig
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23:40 09.05.2019
Das Elektro-Pop- und Ambient-Projekt Schiller in der Arena Leipzig. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Traumhafte Welten oder müdes Gähnen? Mit einer neuen, aufwändigen Live-Show zum Album „Morgenstund“ feiert das Elektro-Pop- und Ambient-Projekt Schiller gleichzeitig sein 20-jähriges Jubiläum. Konnte die mit ihrer Lichtshow und der Surround-Sound in Leipzigs Arena überzeugen? Die LVZ-Kurzkritik:

Wie war Christopher von Deylen alias Schiller drauf?

Ein angenehmer Gastgeber, fast schon zu bescheiden für die aufwendig durchkomponierte Inszenierung, die er in die Arena mitbrachte. So wirkte er zwischen seiner Liveband selten herausgehoben, verschwand ab und an fast hinter seinem Rondell von Tasteninstrumenten und Synthesizern. Wobei ihm allerdings anzusehen war, dass er dabei versunken war in seine Musik. Angenehm und sympathisch.

Wie war die Stimmung?

Zu Anfang etwas gesetzt, zumal die Menschen allesamt Platz nehmen mussten. Zwischenrufe verrieten aber, dass Spannung in der Luft lag. Der Zwang zum Sitzen war der Atmosphäre nicht abträglich, kam manchen vielleicht sogar entgegen: das Durchschnittsalter in der Arena war ein gehobeneres:  Schiller scheint sich ein recht treues Publikum erarbeitet zu haben, dass die 20 Jahre seiner Karriere vermutlich mitbegleitet hat. Spätestens zum Schluss waren auch diese Fans wieder auf den Beinen.

Was waren die Höhepunkte?

Das ist schwer festzulegen, gar nicht so sehr, wenn  alte Hits wie "Das Glockenspiel" anklangen und das Publikum anfing, dies zu bejubeln. Auch nicht die Gesangsparts, die bei Schiller übernommen werden. Die besten Momente hatte das Konzert, wenn es der Band zusammen gelang, einen bombastischen und mäanderten Klangteppich zu erschaffen, der sich dann auch dank der Lichtshow in das Publikum vorarbeitete.

Mit ihrer neuen, aufwändigen Live-Show zum Album „Morgenstund“ feiert das Elektro-Pop- und Ambient-Projekt Schiller gleichzeitig sein 20-jähriges Jubiläum - auch in Leipzig.

Wie waren Sound und Bühne?

Dem preisgekrönten Sound konnte die Leipziger Arena zumindest nicht arg zusetzen, die Effekte, die ab und zu quer durch die Halle zu kreisen schienen, machten Spaß. Etwas zu laut war es vielleicht. Gut durchdacht war, die Lichteffekte wirklich auf Spots und Laser zu beschränken, Videoinstallationen oder Bildschirme hätten die Bühne überfrachtet. Die wirkte so beschränkt auf das Wesentliche: Schiller und seine Band.

Wie hoch war der Unterhaltungsfaktor?

Da Musik, die mit sich wiederholenden Rhythmen spielt, und sich auf Dauer die Stücke im Schema etwas ähneln - ein treibender Rhythmus baut sich auf und wird dann doch irgendwann durchbrochen - ist immer die Gefahr, dass sich das abnutzt und Langeweile entsteht. Mit knapp zwei Stunden lag die Show noch im Toleranzbereich, wirkte bis ins Kleinste durchkomponiert und hatte, weil sich beim Licht beschränkt wurde, seinen Reiz.

Anzeige: "Morgenstund" von Schiller

Von Manuel Niemann

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