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Kultur Regional Sommersonnenwende im Januar - A-ha auf Unplugged-Tour in Leipzig
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14:31 28.01.2018
A-ha in der Arena Leipzig. Quelle: Thomas Kube
Leipzig

„This is our home“ singt Morten Harket am Samstagabend zu Beginn des Unplugged-Konzerts von A-ha. Nach nun schon über dreißig Jahren ist die Bühne für das norwegische Trio sicher auch ein Stück Heimat geworden und das Publikum heißt die drei mit der restlichen Band begeistert willkommen. „Summer Solstice“, ist der Titel der Zusammenstellung von Klassikern und neueren Songs, die im Oktober auf Platte erschienen ist. Und die Musik bringt immer wieder große Sonnenmomente in den Januarabend, auch wenn sich A-ha und die ergänzenden Musiker erst etwas im Sound der Arena zurechtfinden müssen.

Die undankbare Rolle der Vorband kommt Alexander Knappe zu, deutscher Sänger und Songschreiber. Eine halbe Stunde hat er Raum, in denen er ein paar seiner Songs mit solider Stimme, aber etwas wenig Selbstüberzeugung präsentiert, unterstützt von Einmann-Band Robert Kerner. Dann hat die Ungeduld in der ausverkauften Halle ein Ende und auch die letzten Besucher kommen aus der Toilettenschlange oder gestärkt vom Bratwurststand.

A-ha thronen zu dritt in einem Lichtkreis, visuell abgehoben von Streicherinnen, Saxophon, Bassist, Schlagwerk und Keyboard, die aus dem Hintergrund unterstützen und stimmungsvolle Instrumentalteile übernehmen. Auch wenn Morten Harket, Gitarrist Paul Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen am Keyboard im Rund vereint sind, musizieren sie alle für sich, fahren ihre eigene Schiene und kommunizieren nur in den Melodien, so gefestigt sind sie im A-ha-Gerüst. Dass Harket oder Furuholmen zwischen den Songs nur sehr selten Kommentare oder Überleitungen liefern, kommt der nordisch melancholischen Atmosphäre zugute. Und dieses Urgestein der Pop-Musik muss sich nicht mehr durch anheizende Phrasen beim Publikum anbiedern, denn die Arrangements sprechen für sich. Bei so alten Hasen wandelt sich die adrenalingesteuerte Euphorie in musikalische Gelassenheit und die drei genießen das Konzert sichtlich. Auf der Leinwand über ihren Köpfen blitzt immer wieder ein zufriedenes Lächeln von Furuholmen oder ein Augenzwinkern von Waaktaar-Savoy auf.

A-ha in der Arena Leipzig. Quelle: Thomas Kube

Harket füllt mit seiner ruhigen Stimme den großen Raum und scheint die sanften Töne aus der Luft zu greifen, sogar wenn er ins Falsett wechselt, sein Markenzeichen. Anfangs muss er etwas gegen die Band und den Druck aus den Lautsprechern ansingen, aber im Laufe des Abends findet er sich ausbalanciert in der Soundmitte ein.
Auch die Leinwand-Szenen auf der hinteren Wand der Bühne sorgen für Begeisterung und stimmungsvolle Umrandung: schneebedeckte Berglandschaften, Fjord-Ufer mit grünen Wiesen oder wogende Gräser wechseln zu kaleidoskop-artigen Animationen, passend zu Text oder Stimmung der Songs.

Bei den bekannten Hits wie „Foot of the mountain“ ernten die drei großen Beifall, der bei „The sun always shines on TV“ in minutenlange stehende Ovationen mündet.
Nachdem das Konzert in Leipzig seit Monaten ausverkauft ist, haben sich A-ha zusätzlich für einen Sommerstop in Mitteldeutschland entschieden: Am 24. und 25. August 2018 gibt es noch einmal die Möglichkeit, die Band erst in Dresden am Elbufer und am Abend darauf in Magdeburg auf dem Domplatz zu hören.

Katharina Stork

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