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Kultur Regional „Troubles“: Ein theatrales Goldstück im Lindenfels Westflügel
Nachrichten Kultur Kultur Regional „Troubles“: Ein theatrales Goldstück im Lindenfels Westflügel
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07:09 06.12.2019
Agnès Limbos (rechts) und Gregory Houben aus Belgien besuchen den Lindenfels Westflügel. Quelle: dpa
Leipzig

Es klingt etwas abgedroschen, aber was will man machen? Denn Agnès Limbos, sie ist ja tatsächlich das, was immer zu lesen ist, wenn sie irgendwo auftritt: die Grande Dame und mithin Pionierin und maßgebliche Begründerin dessen, was man heute „Objekttheater“ nennt. Eine Legende – das steht dann auch gern immer noch zu lesen. Und es ist ebenso richtig.

Sehnsucht wird erfüllt

Auch im Westflügel gastierte die Belgierin Agnès Limbos schon mehrfach. Aber weil das in ihrem Fall bei weitem noch nicht reicht, ist sie am Freitag und Samstag auf der Figuren- und Objekttheaterbühne erneut zu erleben. Wenn auch mit nichts Neuem, denn die Reihe, der es sich verdankt, dass man Limbos jetzt in Leipzig wiedersehen kann heißt schlicht „Wiedersehen – Goldene Sehnsüchte“.

Lose Reihe im Westflügel

Der Gedanke hinter „Wiedersehen“ ist dabei so naheliegend, dass man ihn schnell übersehen kann. Nämlich in einer losen Reihe eine lose Kollektion von Stücken noch einmal zu zeigen, die in den Jahren seit Westflügel-Bestehen dem Publikum dort besonders gut gefallen haben. Also noch einmal jene Goldstücke zu präsentieren, nach denen eine verstärkte Publikums-Sehnsucht vorhanden ist. Dieser „Könntet ihr das nicht noch mal spielen“-Wunsch, den der Westflügel jetzt zu erfüllen sucht.

Paar im surrealen Traum

Zum Beispiel eben mit Agnès Limbos. „Troubles“ heißt das Stück, und 2013 gastierte es erstmals im Westflügel. Erzählt wird von einem frisch verheirateten Paar in einem mitternächtlichen, skurril surrealen Traum von New York, wo Sie (Limbos) und Er (Gregory Houben), die Bekanntschaft eines etwas obskuren Wolfes mit beeindruckend rot glühenden Augen machen. Nur der Anfang einer Geschichte, in der die Gegenstände sich als weit mehr denn bloße Gegenstände entpuppen und darüber die Weltwahrnehmung (die des Hochzeitspaares und die des Publikums) einer hübschen Neujustierung unterzogen wird.

Poetische Schrulligkeit

Der eigentümliche und vielleicht ja auch recht belgische Humor, der darin mitschwingt, diese poetische Schrulligkeit, die irgendwo zwischen trockener Lakonie und surrealer Spinnerei gemessenen Schrittes daher tanzt, dürfte ein maßgeblicher Grund für einen Wiedersehens-Wunsch mit diesem Stück sein.

Durchaus auch Neuentdeckung

Und das unabhängig von dem Umstand, dass man noch einmal eben eine echte Grande Dame, Pionierin und Legende, erleben darf. Womit sich – nicht zu vergessen – für all jene, die Agnès Limbos noch nicht gesehen haben, dank dieses „Wiedersehens“ die wunderbare Möglichkeit einer Neuentdeckung bietet.

Vorstellungen Freitag und Samstag um jeweils 20 Uhr, Eintritt 10 bis 20 Euro.

Von Steffen Georgi

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