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Kultur Regional Universitätsorchester erprobt neue Spielorte und Internet-Spendenaktion
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19:33 17.05.2019
Das Leipziger Universitätsorchester möchte in diesem Semester in der Peterskirche, aber auch in Heidelberg und Tübingen auftreten. Dafür sammeln die Studenten im Internet Spenden. Quelle: Leipziger Universitätsorchesters
Leipzig

Die jungen Musiker des Leipziger Universitätsorchesters (LUO) proben Neues. Das betrifft in diesem Jahr auch Aufführungsorte und Finanzierungsideen. Unter dem Hashtag „Szenenwechsel“ wird der traditionelle Kammermusikabend des Orchesters am Dienstag zum ersten Mal ins Werk 2 verlegt: „Wir waren sonst mit dem Kammerkonzert im Alten Senatszahl der Universität, aber der ist relativ klein. Weil das Gewandhaus belegt ist, spielen wir in diesem Jahr im Sommersemester kein großes sinfonisches Werk, daher wollten wir noch ein größeres Konzert nur für uns machen“, beschreibt Julian Schwarzer, organisatorischer Leiter des LUO. Das angefragte Werk 2 wollte direkt kooperieren, der #Szenenwechsel war perfekt.

Erwarten können Besucher Musik aus mehreren Epochen, gespielt von etlichen Ensembles: Extra für den Abend gründete sich ein Kammerorchester, weiterhin gibt es ein Saxofon-Quartett, Percussion-Power, aber auch ein klassisches Streichquartett. Ein Klaviertrio spielt Clara Schumann, ein Holzbläserquintett Musik aus dem 20. Jahrhundert. „In der Halle D ist eine ganz andere Atmosphäre und damit auch eine ganz andere Konzeption. Es ist für uns absolut neu, wir werden sehen, wie es aufgenommen wird. Ich glaube, dass es sehr lohnt und vielleicht zu einer Wiederholung führt.“

Erinnerung an Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939

Erneut zusammenarbeiten wollten die Studenten auch mit den Musikern des MDR, dessen Sin­fo­nie­or­ches­ter seit 2004 eine Orchesterpatenschaft fürs LUO unterhält. „Die Idee entstand bei der Vollversammlung. Aus dem Plenum kam der Wunsch, noch ein großes Projekt zusammen mit dem MDR zu machen und auch etwas, bei dem Chor und Orchester zusammenspielen“, sagt Samuel Pietruska, der die Öffentlichkeitsarbeit und die Kooperation mit dem MDR betreut.

Thematisch ließ sich das in diesem Jahr mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verbinden, der sich im September zum 80. Mal jährt. „Wir leben in der längsten Friedensperiode, die dieses Land je erleben durfte.“ Zunehmend verschwinde das Bewusstsein, wie zerbrechlich der Frieden sei, zumal die Generation der Zeitzeugen des Krieges bald verstumme.

Die Proben für unseren Kammermusikabend laufen auf Hochtouren! Hier seht ihr das eigens für den Abend zusammengestellte...

Gepostet von Leipziger Universitätsorchester am Donnerstag, 16. Mai 2019

Internet-Spenden sollen Kosten deckeln

Daran möchte das Orchester erinnern und erarbeitet mit dem Universitätschor und dem MDR-Kinderchor Brittens War Requiem. Trotz großer Besetzung mit Solisten, Chören und großem Orchester ist es ein Werk, das der Toten des letzten Weltkriegs gemahnt. Aufgeführt wird es nicht nur in der Leipziger Peterskirche (6. und 7. Juli ), sondern im September auch in der Heidelberg und Tübingen.

Weil Reisen und Konzerte auch Kosten für die rund 200 jungen Musiker verursachen, versuchen sich Uni-Chor und -Orchester ab Montag zum ersten Mal im Crowdfunding. Viele kleine Spenden sollen bei der Finanzierung helfen. Nicht ohne Gegenleistung: Für einen bestimmten Betrag bekommen Spender dann Postkarten von unterwegs, können die Proben besuchen oder 15 Minuten Dirigieren.

#Szenenwechsel: Kammermusik im Werk 2, Dienstag 19 Uhr, Abendkasse ab 18 Uhr, Tickets: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro; War-Requiem-Spendensammlung: www.leipziger-crowd.de/warrequiem2019.

Von Manuel Niemann

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