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Kultur Regional Was darf Kunst? - Debatte mit umstrittenem Leipziger Künstler
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23:30 28.08.2019
Podiumsdiskussion im Zeitgeschichtlichen Forum. Mit Eva-Maria Stange (Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst), Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock), Christoph Tannert (Künstlerhaus Bethanien), Rüdiger Giebler (Maler und Grafiker) und Axel Krause (Maler und Grafiker) Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Knapp drei Monate nach dem Wirbel um die Beteiligung des AfD-nahen Künstlers Axel Krause an der Leipziger Jahresausstellung haben am Mittwoch Künstler und Kuratoren kontrovers über die Freiheit der Kunst debattiert. Eingeladen hatte das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig. „Ich habe den Eindruck, dass wir zu viel übereinander und zu wenig miteinander reden“, sagte der Leiter des Zeitgeschichtlichen Forums, Jürgen Reiche, der die Veranstaltung moderierte. Etwa 200 Besucher verfolgten die Diskussion.

„In diesem Land ist die Freiheit der Kunst nicht gefährdet, aber es gibt Einschränkungen“, erklärte der umstrittene Künstler Krause. Auf Facebook hatte er sich als „entarteter Künstler“ und „Volksschädling“ bezeichnet. Die Verwendung der NS-Wörter führte letztlich zum Ausschluss seiner Werke von der Leipziger Jahresausstellung im Juni.

Er habe den Beitrag auf dem sozialen Netzwerk als Satire verstanden, erklärte Krause. Dafür gab es viel Widerspruch sowohl auf dem Podium als auch im Publikum: „Ich kann das gar nicht verstehen, wie man das ironisch meinen kann“, entgegnete Reiche. „Alles, das verharmlosend ist, trägt dazu bei, dass man möglicherweise auch keinen Schrecken davor hat, dass sowas wieder passiert“, sagte er mit Blick auf die NS-Verbrechen. Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) kritisierte die „Aufweichung der Sprache“. Gewisse Begriffe dürften aus moralischen Gründen nicht gesagt werden.

Von LVZ

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