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Kultur Weltweit Handke und Tokarczuk erhalten Nobelpreis für Literatur
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09:48 11.10.2019
Peter Handke und Olga Tokarczuk wurden mit dem höchsten Preis der Literatur ausgezeichnet. Quelle: Kay Nietfeld/dpa/Friedrich Bungert/Herbert Neubauer/Montage RND
Stockholm

Der Literaturnobelpreis für das Jahr 2019 geht an den österreichischen Schriftsteller Peter Handke. Zugleich erhält die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk den nachgeholten Literaturnobelpreis für das Jahr 2018. Dies teilte die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm mit.

Beide Preise sind mit jeweils neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotiert. Sie werden wie die weiteren Nobelpreise am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel, verliehen. Zuletzt war der Literaturnobelpreis 2017 dem in Japan geborenen Briten Kazuo Ishiguro zugesprochen worden.

Die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/

Im vergangenen Jahr wurde kein Literaturnobelpreis vergeben

Im vergangenen Jahr war die Vergabe der Auszeichnung wegen eines Skandals bei der Schwedischen Akademie ausgefallen und auf dieses Jahr verschoben worden. Die Institution war in eine tiefe Krise geraten, nachdem mehrere Frauen dem Ehemann des mittlerweile ausgetretenen Akademiemitglieds Katarina Frostenson, Jean-Claude Arnault, sexuelle Übergriffe und Belästigung vorgeworfen hatten. Gegen Frostenson und Arnault gab es zudem Anschuldigungen, die Literaturnobelpreisträger vorab entgegen den strengen Nobelpreisstatuten ausgeplaudert zu haben.

Das Nobelpreiskomitee der Akademie erhält jedes Jahr knapp 200 Nominierungen für den renommierten Preis. Daraus benannte das Komitee laut seinem Vorsitzenden Anders Olsson bis zum Sommer einen engeren Favoritenkreis von acht Kandidaten, aus dem die Preisträger für 2018 und 2019 schließlich ausgewählt wurden.

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RND/dpa

Mit einer Doppel-Bekanntgabe der Nobelpreise für 2018 und 2019 will die Schwedische Akademie das zurückliegende Krisenjahr ad acta legen. Nach den ausgiebigen Querelen dürfte die Weltöffentlichkeit nun noch genauer hinschauen.

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