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Kultur Riccardo Chailly: „Leipzig steht nicht auf der Agenda“
Nachrichten Kultur Riccardo Chailly: „Leipzig steht nicht auf der Agenda“
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18:04 26.05.2016
Mitte Juni kehrt Riccardo Chailly für drei Große Concerte noch einmal nach Leipzig zurück, dann ist seine Ära als Gewandhauskapellmeister Geschichte (Archivbild).
Mitte Juni kehrt Riccardo Chailly für drei Große Concerte noch einmal nach Leipzig zurück, dann ist seine Ära als Gewandhauskapellmeister Geschichte (Archivbild). Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Gerade hat Riccardo Chailly in der Mailänder Scala, deren Chefdirigent er nun ist, die Saison 2016/17 vorgestellt. Mitte Juni kehrt er für drei Große Concerte noch einmal nach Leipzig zurück, dann ist seine Ära als Gewandhauskapellmeister Geschichte. Alle drei Veranstaltungen (16., 17., 19. Juni) sind bereits ausverkauft.

LVZ-Redakteur Peter Korfmacher sprach mit Chailly in Mailand. Dabei äußerte sich der Dirigent auch zu Gerüchten, er würde mit keinem Gewandhausmusiker mehr zusammenarbeiten wollen. Hintergrund: Der Chailly hatte einige Musiker ausgeladen, die seit Jahren zur Stammbesetzung des Luzern-Festival-Orchesters zählen, das er übernommen hat. Chailly: „Das ist absurder Blödsinn. Es stimmt, dass einige Musiker aus Leipzig in diesem Jahr nicht im Festival-Orchester spielen. Aber nicht, weil ich nicht mehr mit ihnen zusammenarbeiten wollte, sondern weil ich es normal finde, dass mir meine neue musikalische Familie jetzt näher ist.“ Aus diesem Grund würden nun vermehrt Mitglieder des Scala-Orchesters in Luzern spielen.

Im Rückblick an seine Leipziger Zeit denke Chailly vor allem an „elf künstlerisch sehr intensive und erfolgreiche Jahre“. In den Phasen, die er in Leipzig verbracht habe, habe er täglich mit dem Orchester gearbeitet. Das Geheimnis seines Erfolges sei ganz banal: „Arbeit, Arbeit, Arbeit“, sagte er im Interview mit der LVZ. Das sei auch der Grund für die Trennung vom Gewandhausorchester vor dem Ende der Vertragslaufzeit. „Wenn man seiner künstlerischen Familie nicht seine ganze Kraft schenkt, ist das unseriös.“

Für eine Rückkehr in die Messestadt gebe es laut Chailly derzeit keine Planungen. „Man soll niemals nie sagen – aber Leipzig steht nicht auf der Agenda.“

Das komplette Interview mit Riccardo Chailly erscheint in der Freitagsausgabe (27. Mai) der Leipziger Volkszeitung.

LVZ

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