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Kultur Schauspieler Omar Sharif mit 83 Jahren gestorben
Nachrichten Kultur Schauspieler Omar Sharif mit 83 Jahren gestorben
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17:40 10.07.2015
Der Schauspieler Omar Sharif ist mit 83 Jahren gestorben. Quelle: dpa
London

Der Schauspieler Omar Sharif ist tot. Der mit Filmen wie „Lawrence von Arabien“ und „Doktor Schiwago“ berühmt gewordene Mime sei im Alter von 83 Jahren in Kairo gestorben, teilte seine Agentur am Freitag mit. Bei dem gebürtigen Ägypter Sharif sei vor Kurzem die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert worden. „Er erlitt einen Herzinfarkt und starb heute Nachmittag in einem Krankenhaus in Kairo“, sagte sein Agent Steve Kenis am Freitag.

Omar Sharif hatte 1962 mit „Lawrence von Arabien“ an der Seite von Peter O’Toole seinen Durchbruch. „Doktor Schiwago“, aber auch das Musical „Funny Girl“ machten den Frauenschwarm zu einem international gefragten Star. Insgesamt spielte er in mehr als 100 Hollywoodfilmen. Er erhielt drei Golden Globes und war für seine Nebenrolle als Scheich in David Leans „Lawrence von Arabien“ für einen Oscar nominiert.

Sharif hatte als Sohn eines betuchten ägyptischen Holzhändlers in London Schauspiel studiert, dann aber zunächst in ägyptischen Produktionen mitgewirkt. Einer seiner ersten Filme trug 1954 den Titel „Teufel der Sahara“. Auch in „Lawrence von Arabien“, einem seiner berühmtesten Streifen, spielte Sharif einen Wüstensohn. Bekannt wurde eine Szene, in der er minutenlang der Sonne entgegenreitet. Sharif verkörperte auch Che Guevara und Dschingis Khan.

In späteren Jahren gab Omar Sharif sich weniger den Filmrollen als vielmehr dem Kartenspiel hin und spielte teils professionell Bridge. „Ich will nicht mehr Sklave von irgendwelchen Vorlieben sein“, sagte er einmal, als er das Kartenspiel aufgegeben hatte. „Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich davon loskam.“

Sharifs Sohn Tarek hatte im Frühjahr dieses Jahres in einem Interview der spanischen Zeitung „El Mundo“ erklärt, dass sein Vater an Alzheimer erkrankt sei. Es sei klar, dass er sich davon nicht mehr erholen werde und das Leiden schlimmer werde, sagte der Sohn schon vor zwei Monaten.

LVZ

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