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Kultur Tote Hosen rocken Conne Island mit politischer Note
Nachrichten Kultur Tote Hosen rocken Conne Island mit politischer Note
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13:35 25.08.2015
Am Montagabend spielten "Die Toten Hosen" im Conne Island zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage in Leipzig.  Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Zusatzkonzert mit politischer Note: Die PunkbandDie Toten Hosen“ hat am Montag nur zwei Tage nach ihrem ersten Auftritt in Leipzig auch die Fans im ausverkauften Conne Island im Süden der Stadt begeistert. In einem ihrer Lieblingsclubs zeigte die Kultband Nähe zu ihren gut 600 Anhängern und gab vor dem Auftritt viele Autogramme. „Läden wie das Conne Island sind in der Republik rar gesät, da kann Leipzig stolz und dankbar sein. Für mich ist das schon fast Kulturgut“, erklärte Campino kürzlich im Interview mit der LVZ.

In der Halle machten die Hosen und ihre Supporter von "Spitting Image" mächtig Dampf. Während es draußen regnete, kochte der Konzertsaal. Besonders die Security kam ins Schwitzen. Die Sicherheitsleute waren mit den stage-divenden Fans voll beschäftigt, denn anders als bei Stadion-Konzerten gab es die Hosen im Conne Island zum Anfassen. Die Band ihrerseits hatte sichtlichen Spaß und genoss die Nähe zur Szene. So gab es nicht nur die Hits sondern auch viele alte Tracks und Songs von anderen Bands.

Nur weniger Meter entfernt, in der Arno-Nitzsche Straße vor der Turnhalle der HTWK, hatten Demonstranten kurz zuvor am Abend den Umzug der Asylbewerber nach Heidenau verhindert. Sänger Campino nannte das „eine geile Aktion“, spielte dazu auf der Bühne das Lied „Willkommen in Deutschland.“  In der sächsischen Kleinstadt nahe Dresden war es am Wochenende zu schweren Ausschreitungen von Rechtsextremen gekommen, bei denen mehr als 30 Polizisten verletzt wurden. „An so einem Konzertabend soll unsere Gesinnung durchaus klar sein. Aber ich will niemanden mit dem Zeigefinger ermahnen oder verbessern“, sagte Campino bereits im Vorfeld.

Am Montag spielten die Toten Hosen einen Club-Gig im Leipziger Conne Island. Das Zusatzkonzert war kurzfristig nach dem Mega-Konzert am Samstag auf der Festwiese angesetzt worden. „Am legendären Conne Island können wir nicht mal eben so vorbeifahren“, so die Band. (Bilder: Wolfgang Zeyen)

Die Zeit zwischen ihrem ersten Auftritt und dem Zusatzkonzert im Conne Island verbrachten die Musiker am Sonntag bei einem Junggesellenabschied in einem Steinbruch in der Region. Bereits am Samstag hatte die Düsseldorfer Band die Festwiese vor dem Stadion mit 70.000 Zuschauern komplett zum Beben gebracht.

agri

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