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Kultur Uni Leipzig gibt Beutekunst aus der Zeit des Nationalsozialismus zurück
Nachrichten Kultur Uni Leipzig gibt Beutekunst aus der Zeit des Nationalsozialismus zurück
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11:00 11.03.2013
Bücher aus Raubgut der Nationalsozialisten begutachten die Leiterin des Projekts „NS-Raubgut an der Universitätsbibliothek Leipzig“, Cordula Reuß (r), und Bibliothekarin Kathy Weigand im Archiv der Bibliotheca Albertina in Leipzig. Quelle: dpa
Leipzig

Darunter befinden sich eine Gottsched-Ausgabe von 1749 sowie eine Gesamtausgabe des französischen Aufklärungsdramatikers Pierre Marivaux.

Der einstige Besitzer, Fernand Raoul Jellinek-Mercedes, lebte von 1883 bis 1939 und war Schriftsteller in Baden bei Wien. Er besaß eine Musikaliensammlung, eine Gemäldesammlung sowie eine große Bibliothek. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Österreich 1938 wurde er als Jude behandelt und gezwungen, durch Notverkäufe sein Privatvermögen, darunter seine Bibliothek, zu veräußern. Am 10. Februar 1939 nahm sich Jellinek-Mercedes in Baden bei Wien das Leben, weil er dem Druck durch die Gestapo nicht standhalten konnte.

Die zu restituierenden Bücher wurden 1945 von der Stadtbibliothek Leipzig aus dem Besitz des Leipziger Antiquars Hiersemann erworben und kamen 1956 in den Besitz der Universitätsbibliothek Leipzig. In dem 2009 begonnenen Projekt „NS-Raubgut an der Universitätsbibliothek Leipzig“ wurde ihre ursprüngliche Herkunft ermittelt.

Die Rückgabe der Bände findet nach Universitätsangaben am 18. März um 10.00 Uhr in der Bibliotheca Albertina statt.

dapd

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