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Kultur Vögel des Jahres: Rückblicksshow im Ilses Erika
Nachrichten Kultur Vögel des Jahres: Rückblicksshow im Ilses Erika
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18:39 01.01.2014
So war das Jahr, das war: Tim Thoelke (links) und Winfried Brocken alias Ralf Donis zu Silvester im Ilses Erika. Quelle: Wolfgang Zeyen

Hier präsentierten am Dienstag wie schon oftmals zuvor Tim Thoelke und Ralf Donis ihre retrospektive Show "2013 - Das Jahr in zwölf Akten".

Gemeinsam huldigen die geübten Moderatoren und Entertainer im vollen Kellersaal über knapp zwei Stunden hinweg den schönsten Momenten der vergangenen Monate und kreieren somit ihre ganz eigene Hommage an das Showleben, dem auch sie ihre Erfolge zu verdanken haben.

Thoelke und Donis picken sich neben persönlich prägenden, angenehm in das Konzept der Veranstaltung eingefügten Erlebnissen - immer die Lachmuskeln ihrer zahlreichen Zuschauer im Fokus - zumeist zielsicher die schönsten Ereignisse und Fundstücke des Jahres heraus. Da kommt es schon einmal dazu, dass man plötzlich mit kurzzeitig amüsiert-strahlenden Augen die drollige Steinpatsche beobachtet, die Thoelke aufgrund ihres Namens zum Vogel des Jahres kürt, oder andächtig den Sangeskünsten Donis' lauscht, wenn er über die frühen Songs der Sugababes seine Gedanken zur scheinbar rasend schnell vergehenden Zeit legt.

Das alles hat zwar gewohnt viel Charme, ist aber nicht in erster Linie unterhaltend, weil sich die Show merklich von einem vermeintlichen Höhepunkt zum nächsten hangelt, der in seiner Wertigkeit allerdings immer dem Beifall der Zuschauer überlassen ist.

Dennoch gibt es sie, die glücklichen Momente, in denen alles stimmt und man weiß, das Könner der Unterhaltung am Werk sind. Wenn die beiden Herren beispielsweise die Südvorstadt frei nach dem Grease-Soundtrack und einem Text von Julius Fischer besingen oder filmisch dargestellt wird, welch schwerer Schlag das Schließen von Supermärkten für einen Mann wie Ralf Donis doch sein kann. Und natürlich gerade dann, wenn sich dem Klassiker "Dinner For One" gewidmet wird, den Donis und Ilses-Erika-Inhaber Jörn Drewes mit Humor sowie Spaß am Spiel aufführen.

Das mag nicht sonderlich bewegen oder gar überraschen, trotzdem ist es eine Tradition, die ruhig gepflegt werden darf. Denn auf die kommt es, selbst wenn 2014 wieder einmal alles anders werden soll, nun einmal ebenso an.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.01.2014
Anne-Sophie Kretschmer

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