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Medien & TV Aufreger-Interview: Hat Roseanne Barr ihren Serientod gespoilert?
Nachrichten Medien & TV Aufreger-Interview: Hat Roseanne Barr ihren Serientod gespoilert?
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11:04 18.09.2018
Wollte medial nach ihrem rassistischen Tweet eigentlich kürzertreten: US-Schauspielerin Roseanne Barr Quelle: dpa
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Los Angeles

Sie kann es einfach nicht lassen: Nachdem ihr rassistischer Tweet für großen Ärger beim Sender ABC sorgte und das Aus ihrer Serie „Roseanne“ verursachte, sorgt Roseanne Barr nun erneut für einen Aufreger. In einem YouTube-Interview mit Brandon Straka, dem #WalkAway-Begründer, äußert sich Roseanne Barr nicht nur zu Politik und den Folgen ihres rassistischen Tweets – Unterstützung erhielt sie in dieser Causa von US-Präsident Donald Trump –, sondern auch darüber, wie ihr Serien-Alter-Ego in der „Roseanne“-Nachfolgeserie „The Connors“ stirbt.

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Schmerzmittel großes Thema in den USA

Eine Überdosis an Schmerzmitteln soll zum Tod der Serienfigur führen. Vom Sender ABC bestätigt ist das zwar noch nicht, aber ein solches Szenario liegt durchaus nahe: Am Ende der Revivalstaffel von „Roseanne“ ist angeführt worden, dass Roseanne Conner von opiaten Schmerzmitteln abhängig geworden ist, die sie nimmt, statt sich einer teuren Knieoperation zu unterziehen.

Sucht nach verschriebenen Schmerzmitteln ist ein in den USA aktuelles und vor allem auch politisches Thema. Aufgrund der Opioid-Epidemie sinkt dort seit einigen Jahren die Lebenserwartung. An einer Überdosis sterben mittlerweile mehr Menschen als an Schussverletzungen und bei Verkehrsunfällen – zusammen.

Nach eigenen Angaben hatte Barr selbst das Thema Schmerzmittelabhängigkeit in die Serie gebracht, ist jetzt aber über diesen Serientod empört. Es sei zynisch und schlimm, sagt sie im Interview. „Es war ihnen nicht genug [mich zu feuern], sie müssen jetzt auch noch die Leute, die diese Familie und die Serie lieben, so grausam behandeln.“

Von Amina Linke /RND