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Medien & TV David Hasselhoff: „Die perfekte Welt wird es nicht geben“
Nachrichten Medien & TV David Hasselhoff: „Die perfekte Welt wird es nicht geben“
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13:15 05.04.2019
Unterwegs: David Hasselhoff tourt 2019 durch Deutschland. Auftakt ist in Hannover, am Tag der Deutschen Einheit tritt er in Berlin auf. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Berlin

Er suchte nach Freiheit, spielte auf der Berliner Mauer und tritt auch am Tag der Deutschen Einheit 2019 auf: David Hasselhoff. Der Schauspieler und Sänger sammelte erste TV-Erfahrung in „The Young and the Restless“ (1975-1982), Kultstatus erreichte er mit der Serie „Knight Rider“ (1982-1986). In „Baywatch“ spielte er den Rettungsschwimmer Mitch Buchannon. Sein Song „Looking for Freedom“ war 1989 acht Wochen auf Platz 1 der Charts. Silvester 1989 trat er vor mehr als 500.000 Menschen mit dem Song auf der Berliner Mauer auf.

Sie feiern in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum mit ihrem Song „Looking for Freedom“. Keinen Song haben Sie wohl so oft gesungen wie diesen. Kommt er Ihnen nicht langsam aus den Ohren raus?

(lacht) Nein! Wenn ich bei meinen Konzerten „Looking for Freedom“ singe, haut es mich immer noch um, wenn ich die Begeisterung für das Lied sehe. Am vergangenen Wochenende bei der 90er-Jahre-Party in Gelsenkirchen haben 65 000 diesen Song gesungen, das ist einfach fantastisch. Ich würde mich nie davon abwenden wollen. Genau wie von „Knight Rider“, das war eine großartige Sendung. Wenn ich es heute gucke, denke ich trotzdem manchmal: Ist das dumm. Ich kann das heute so viel besser als damals.

Dabei würde sich ihr sprechendes Auto K.i.t.t. in der heutigen Zeit sehr wohl fühlen.

Ist es nicht verrückt, dass so etwa 30 Jahre später wahr geworden ist? Autos, die selbst fahren – wer hätte das damals gedacht? Autos, die mit einem sprechen, und künstliche Intelligenz. Natürlich wussten wir damals nicht, dass das so kommen wird.

Die 90er-Jahre mit der Rolle in „Baywatch“ waren Ihre Hochzeit. Was vermissen Sie am meisten?

Den Spaß. Jeder hatte damals Spaß, es gab immer und überall Partys. Man hat immer eine Ausrede gefunden, um zu feiern. Rassismus war damals kein Thema, oder welcher Religion man angehört. Die Hälfte aus Hollywood ist jüdisch – es hat keinen interessiert. Ich bin Christ – auch das hat niemanden interessiert.

Ein großes Thema in den USA ist der Umgang mit Schusswaffen.

Es ist so gut zu sehen, dass in Neuseeland nun Gesetze geändert werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch noch in Amerika passieren wird. Es muss! Vielleicht muss erst noch etwas Schlimmeres passieren, dass es die Denke aller Menschen ändert. Die Schulkinder des Parkland-Attentats sind aufgestanden, haben gekämpft und gemerkt, dass sie nichts ändern können. Nun bringen sie sich selbst um. Das ist schlimm, das sollte eine Nachricht an uns alle senden.

Wie wäre Ihre perfekte Welt?

Die perfekte Welt wird es nie geben. Sie ist auch nicht fair. Ich habe gerade erst erfahren, dass einer meiner besten Freunde einen Gehirntumor hat. Er wird wahrscheinlich sterben. Das ist nicht fair. Da kann man sauer auf die Welt sein oder sich mit Drogen betäuben, aber dann fühlst du dich nur kurz besser – und anschließend bringt es dich um. Wir werden im Leben immer wieder fallen, wir müssen nur dann wieder aufstehen.

Sie haben sich in den 80er-Jahren für den Fall der Berliner Mauer eingesetzt. Werden Sie sich auch gegen die mexikanische Mauer engagieren?

Ich habe mal aus Spaß gesagt: Ich muss alle Mauern dieser Welt zu Fall bringen. Auch die hinter diesem Hotel zum Beispiel. (lacht) Ich glaube nicht, dass die Mauer in Amerika von langer Dauer sein wird. Ich gebe ihr keine fünf Jahre. Wir werden mit der Migration aus Mexiko umgehen müssen, aber mit einer humanen Lösung.

Apropos Mauer: Haben Sie eigentlich ein Stück der Berliner Mauer zu Hause?

Ganz viele! Ein ganz großes und bestimmt 50 kleine. Ich habe davon viele an den Cast und die Crew von „Baywatch“ verschenkt, mit der Aufschrift „Hier ist ein kleines Stück Freiheit. Love, David Hasselhoff. 9.11.1989“. Damals wusste natürlich noch niemand, dass diese kleinen Stücke wahrscheinlich richtig viel wert sind.

Sie haben vor neun Jahren Ihre deutschen Verwandten in Völkersen bei Bremen kennengelernt. Stehen Sie noch in Kontakt?

Ja, und ich werde sie bestimmt bald noch mal besuchen. Sie haben mir ein Buch über die Hasselhoffs und das Dorf gegeben, aber ich kann es nicht mehr finden. Ich weiß nicht mehr, ob ich es meinem Vater oder meiner Schwester gegeben habe. Das macht mich verrückt. Aber gerade deshalb muss ich da wieder hin.

Von Lena Obschinsky / RND

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