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Medien & TV Ex-Herausgeber des „Kurier“ in Österreich wechselt in die Politik
Nachrichten Medien & TV Ex-Herausgeber des „Kurier“ in Österreich wechselt in die Politik
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13:27 25.07.2019
Pose der Nachdenklichkeit Helmut Brandstätter, ehemaliger Herausgeber des „Kurier", kandidiert bei der Nationalratswahl in Österreich am 29. September auf Listenplatz zwei der liberalen Neos. Quelle: Robert Jaeger/APA/dpa
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Wien

Der vor kurzem als Herausgeber der Wiener Zeitung „Kurier“ ausgeschiedene Journalist Helmut Brandstätter wechselt in die Politik. Er werde bei der Nationalratswahl in Österreich am 29. September auf Listenplatz zwei der liberalen Partei Neos kandidieren, teilten Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger und Brandstätter am Donnerstag mit.

Der Ex-Herausgeber fürchtet eine autoritäre Republik

Brandstätter war zunächst beim ORF tätig gewesen, 1997 wechselte er als Geschäftsführer zum deutschen Nachrichtensender n-tv. Von 2010 bis 2018 war er Chefredakteur des „Kurier“. Später verantwortete er auch als Herausgeber das Blatt.

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Er habe mit immer mehr Sorge beobachtet, in welche Richtung sich Österreich unter der im Mai zerbrochenen ÖVP-FPÖ-Regierung entwickle, meinte Brandstätter. Der 64-Jährige hatte erst am Mittwoch ein Buch vorgelegt, in dem er Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und den früheren Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) als Wegbereiter in eine autoritäre Republik sieht.

Brandstätter beklagt die Faktenferne der Politik

„Politik hat sich immer mehr von den Fakten entfernt“, sagte Brandstätter. Daher habe er sich den an Sachthemen interessierten Neos angeschlossen, ohne Parteimitglied zu werden.

Die Neos könnten nach bisherigen Umfragen ihr letztes Ergebnis für den Nationalrat fast verdoppeln und kämen auf rund neun Prozent der Stimmen. Aktuell stellen sie zehn Parlamentarier. Sie werden auch immer wieder als möglicher künftiger Koalitionspartner gehandelt. Eine Zusammenarbeit mit der FPÖ haben sie kategorisch ausgeschlossen.

Von RND/dpa

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