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Panorama 40 Jahre Haft: Mutter badet kleine Kinder zur Strafe in kochendem Wasser
Nachrichten Panorama 40 Jahre Haft: Mutter badet kleine Kinder zur Strafe in kochendem Wasser
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15:11 15.11.2018
Tatort Badewanne: In den USA bestrafte eine Mutter ihre Kinder mit kochendem Wasser. Quelle: Alexandre Marchi/picturealliance
Limestone County

„Ihr Baby kochte! Was dachten Sie sich dabei?“ Das Entsetzen über diesen Fall ist dem US- Richter Robert Baker anzumerken, als er den Fall von Amanda Reyer aus dem US-Bundesstaat Alabama verhandelt. Die 25-Jährige hatte ihre Kinder in kochendes Wasser gesteckt, um sie zu bestrafen, wie das britische Portal „Daily Mail“ berichtet.

Baker nennt es einen der schlimmsten Fälle seiner Karriere - und verurteilte die Frau zu einer Haftstrafe von 40 Jahren.

„Kochendes Wasser verbrennt die Haut“

Die Angeklagte versucht sich so zu erklären: Sie habe im Fernsehen gesehen, wie ein Familien-Berater dazu aufrief, Kinder zur Bestrafung in kaltes Wasser zu stecken. Sie orientierte sich daran - nahm aber warmes.

Dass es kochend heiß war, sei der Tatsache geschuldet gewesen, dass sie zu lange weg von zu Hause gewesen sei und der Boiler deshalb stärker als erwartet aufkochte.

Richter Robert Baker glaubte ihr nicht. „Das ist keine Situation, in der sie nicht wussten, was passiert. Heißes Wasser verbrennt“, sagte er den Tränen nah. Und er wiederholte es noch einmal: „Es verbrennt die Haut.“

Das zweijährige Mädchen erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades über mindestens 70 Prozent ihres Körpers. Ihr fünfjähriger Bruder wurde nicht ganz so schlimm verletzt. Beide überlebten zwar, werden jedoch ihr ganzes Leben mit den Folgen zu kämpfen haben.

Kindesmissbrauch, häusliche Gewalt, versuchter Mord

Amanda Reyer gab an, die Kinder sofort aus dem Wasser gezogen zu haben, nachdem sie festgestellt hatte, wie heiß das Wasser wirklich war. Doch auch dem widersprach ein Gutachter: Die zweijährige Adriauna sei mindestens zweimal getaucht worden. Vor Gericht stellte sich außerdem heraus, dass das nicht der erste derartige Fall war. Mindestens zwei Mal mussten Reyers Kinder aus einem zu heißen Auto auf einem Supermarkt-Parkplatz gerettet werden.

Die Tochter ist nun bei der Großmutter väterlicherseits, der Sohn bei einer Pflegefamilie, die ihn adoptieren möchte.

Während der Prozess gegen Amanda Reyer abgeschlossen ist, muss sich nun ihr damaliger Freund vor Gericht verantworten. Er muss sich wegen verschärften Kindesmissbrauchs, häuslicher Gewalt und versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Von RND

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