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Panorama Alle schauen weg, nur zwei Bundeswehr-Soldaten helfen bei schwerem Autounfall
Nachrichten Panorama Alle schauen weg, nur zwei Bundeswehr-Soldaten helfen bei schwerem Autounfall
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14:56 30.04.2019
Danny Rene S. (links) und Lucien B. (rechts) sind entsetzt über die Gleichgültigkeit anderer Verkehrsteilnehmer. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Zivilcourage – das fehlt offenbar bei vielen Autofahrern. Zwei Bundeswehrsoldaten erlebten das am Montag selbst, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet. Während sich die Soldaten um Unfallopfer auf der A2 kümmerten, fuhren neben ihnen alle weiter.

Der Oberstabsgefreite Danny René S. (30) war demnach Ersthelfer am Unfallort, als am Montagmorgen drei Autos auf der Autobahn 2 miteinander kollidierten. „Es flogen Trümmer durch die Gegend und überall war Qualm“, sagte S. laut des Berichts. Er habe sein Auto sofort abgestellt und sei zum Unfallort geeilt, erzählt S., umso schockierter sei er darüber, dass sonst niemand helfen wollte.

Der Verkehr floss einfach weiter

S. zog einen Verletzten aus einem Unfallwagen, aus den anderen beiden Fahrzeugen konnten die Insassen selbst aussteigen – während der Verkehr auf der einzig nicht blockierten linken Autobahnspur weiterfloss. „Nicht einmal die Lkw-Fahrer haben angehalten“, berichtet S., „die Trümmerteile knackten jedes Mal laut, wenn einer der Reifen darüberrollte.“

S. lief zur dritten Spur und forderte einen vorbeifahrenden Wagen dazu auf, den Notruf zu wählen. Dann bekam er auch Unterstützung von seinem Bundeswehr-Kollegen Lucien B. (28), der zufällig vorbei kam und ebenfalls sofort anhielt. Zusammen warteten sie mit den Beteiligten bis die Polizei 15 Minuten später eintraf. Nur eine Frau habe in der Zeit angehalten und gefragt, ob sie helfen könne.

Entsetzt von der Gleichgültigkeit

Auch wenn es außer einem Leichtverletzten nur Blechschaden gab, für S. und B. war der Unfall dennoch furchtbar, vor allem aufgrund der Gleichgültigkeit der anderen Autofahrer. „In solchen Situationen muss man anhalten und helfen“, sagt S.. Und wenn es nur das Absetzen eines Notrufs sei. „Die Menschen müssen aufhören, immer nur noch an sich zu denken.“

Von RND

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