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Panorama Babys ohne Hände geboren: Bundesländer prüfen weitere Fehlbildungen
Nachrichten Panorama Babys ohne Hände geboren: Bundesländer prüfen weitere Fehlbildungen
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19:23 17.09.2019
Ein Neugeborenes liegt in einem Zentrum für angeborene Fehlbildungen des Universitätsklinikums in Frankfurt am Main. Quelle: picture alliance / dpa
Hannover

Nach einer Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen in einer Klinik in Gelsenkirchen wollen die Länder mehr Informationen einholen. Dazu soll bei Krankenhäusern in den Ländern abgefragt werden, ob ähnliche Fehlbildungen aufgefallen sind. Das sei am Dienstag bei einer Telefonkonferenz vereinbart worden, teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums in München mit.

In Niedersachsen sollen Ergebnisse einer seit Montag laufenden Abfrage in der kommenden Woche vorliegen, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Hannover mit. Ähnliche Umfragen sind unter anderem auch in Bayern und Baden-Württemberg gestartet.

Lesen Sie auch: Hebamme gibt Hinweis auf Fehlbildungen bei Babys – weitere Fälle in Euskirchen?

Gesundheitsminister Spahn warnt vor „Spekulationen aller Art“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erläuterte in Berlin, Nordrhein-Westfalen koordiniere gerade, dass es überhaupt eine Datenerhebung gebe. Es gelte, zunächst die Faktenlage zu klären, ob es tatsächlich zu gehäuften Fehlbildungen gekommen sei. Spahn warnte davor, „durch Spekulationen aller Art“ Menschen zu verunsichern.

Im Gelsenkirchener Sankt-Marien-Hospital Buer waren in zwölf Wochen drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden. „Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeitraum, in dem wir jetzt diese drei Fälle sehen, auffällig“, hatte die Klinik mitgeteilt. Den entscheidenden Hinweis hatte Sonja Liggett-Igelmund, eine Hebamme aus Köln, gegeben. Nachdem am Donnerstag die Geschichte erschienen sei, „haben sich bei mir bereits mehr als 30 Eltern deutschlandweit gemeldet, deren Kinder ebenfalls Fehlbildungen an den Händen aufweisen“, berichtete die 45-Jährige dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Freitag.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erklärte, Fehlbildungen könnten unterschiedliche Ursachen haben. Er forderte ein bundesweites Register.

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RND/dpa/seb

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