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Panorama Bankräuber (71) hält stundenlang letztes Wort vor Gericht
Nachrichten Panorama Bankräuber (71) hält stundenlang letztes Wort vor Gericht
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13:23 09.09.2019
Ein wegen schwerer räuberischer Erpressung und versuchten Mordes aus Habgier angeklagter mutmaßliche Serienbankräuber redet im Landgericht vor Beginn der Verhandlung auf Journalisten ein. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Hamburg

Der wegen versuchten Mordes angeklagte Bankräuber (71) hat über mehrere Stunden den zweiten Teil seines letzten Wortes fortgesetzt. Dabei schimpfte er vor dem Landgericht Hamburg über die Unfähigkeit der Ermittler, lobte sich für die schlaue Planung seiner Banküberfälle und kritisierte die Vorsitzende Richterin für ihre Einwürfe. "Mir ist schon klar, dass Sie mir heute mein letztes Wort abschneiden wollen", sagte der zuletzt in Kiel lebende Mann am Montag.

Richterin Birgit Woitas reagierte mit klaren Worten. "Das werde ich überhaupt nicht tun. Sie haben das Recht darauf. Ich weise Sie darauf hin, wenn es Wiederholungen sind. Denn die muss ich unterbinden." Zuvor hatte sie den Angeklagten mehrfach darauf hingewiesen, dass er sich in seinem letzten Wort inhaltlich wiederhole.

Angeklagte haben Recht auf letztes Wort

Angeklagte haben vor der Verkündung des Urteils das Recht, nicht die Pflicht, auf das letzte Wort. Das ist in der Strafprozessordnung verankert. Wird einem Angeklagten das letzte Wort nicht gewährt oder es unzulässig verkürzt, kann das ein Revisionsgrund sein.

Der 71-Jährige muss sich wegen drei Raubüberfällen auf Hamburger Banken sowie einen dabei abgegebenen Schuss auf einen Bankangestellten verantworten. Der Staatsanwalt hatte eine Haftstrafe von zwölf Jahren und zehn Monaten und anschließende Sicherungsverwahrung gefordert. Bei den drei Überfällen zwischen 2011 und 2019 hatte der rüstige Senior rund 25.000 Euro erbeutet. Bereits der erste Teil seines letzten Wortes hatte mehr als fünf Stunden gedauert.

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RND/dpa/hsc

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