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Panorama Drogenhandel direkt vor Kita – Stadt baut Sichtschutz rund ums Gelände
Nachrichten Panorama Drogenhandel direkt vor Kita – Stadt baut Sichtschutz rund ums Gelände
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14:25 31.05.2019
Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Quelle: Monika Skolimowska/dpa
Chemnitz

Deutschlands erste Kita mit Rundum-Sichtschutz aus Angst vor Dealern: So lautet der Tenor eines RTL-Beitrags, der sich mit der Kindertagesstätte „Stupsnase“ im sächsischen Chemnitz befasst. Dealer würden rund um die Einrichtung mit Drogen handeln – auch Spritzbestecke für Heroin seien schon entdeckt worden, so ein Anwohner. Eine andere Nachbarin beschwert sich in dem Bericht über Konsumenten, die ganz ungeniert danach fragten, wo man denn Marihuana kaufen könne.

Zaun steht bereits seit 2018, sagt die Stadt

Doch was ist dran an der großen Aufregung? Auf Nachfrage des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) teilt die Stadt Chemnitz mit, dass der Zaun bereits 2018 wegen „allgemeiner Straßenkriminalität“ aufgestellt worden sei. Er diene zum einen dazu, den Kita-Betrieb nicht zu stören, zum anderen solle er aber auch Blicke von außen auf den „Privatraum“ abwehren. „Die Kinder können so unbeschwert und ungestört ihren Kita-Alltag leben“, so die Stadt gegenüber dem RND. Der Handel mit Drogen vor der Haustür sei dabei nicht der Hauptgrund für den Sichtschutz gewesen.

In dem RTL-Bericht kommt auch die Oberbürgermeisterin von Chemnitz zu Wort: „Wir werden immer wieder durch repressive Maßnahmen die Kriminellen dort wegbekommen“, wird Barbara Ludwig zitiert. Und sie sagt mit Blick auf den Zaun: „Erstmal haben wir uns so entschieden, um die Kinder in ihrem Wohlbefinden zu verstärken.“

Reporter ist vor Ort – und erlebt Drogenhandel

Im TV-Beitrag testet der Reporter die Situation vor Ort – und beschreibt sie anders, als die Stadt es tut. Laut eigenen Angaben trifft er 100 Meter von der Kita entfernt auf den ersten Dealer. Dass es rund um die Einrichtung noch ein nennenswertes Drogenproblem gibt, bestreitet die Stadt aber: Die Drogenkriminalität sei „weitestgehend vertrieben“.

Allerdings sei Chemnitz eine Großstadt – und dort gebe es halt auch Probleme mit Drogenkriminalität. Die lasse sich trotz regelmäßiger Einsätze von Polizei und Ordnungsamt auch nicht komplett verdrängen. Sichtschutz hin oder her.

Von RND

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