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Panorama Frau in Silvesternacht getötet: Schuss kam aus der Nachbarschaft
Nachrichten Panorama Frau in Silvesternacht getötet: Schuss kam aus der Nachbarschaft
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12:55 22.03.2019
Polizistinnen sichern an der Stelle, an der die Frau in der Silvesternacht durch einen Schuss ums Leben gekommen ist, Spuren (Archivfoto). Quelle: Carsten Rehder/dpa
Schönberg/Kiel

Neue Erkenntnisse zum tragischen Tod einer Frau aus Schönberg (Kreis Plön) an Silvester: Laut dem vorläufigen ballistischen Untersuchungsergebnis des Landeskriminalamtes in Kiel wurde der Schuss auf die dreifache Mutter aus der näheren Umgebung abgegeben.

„Eine Schussabgabe aus mehreren hundert Metern Entfernung und über Hausdächer hinweg können Sachverständige ausschließen“, sagt Matthias Felsch von der Polizeidirektion in Kiel. Gebäude, abgestellte Pkw und die Vegetation hätten das Schussfeld weiter eingeschränkt.

Nach wie vor gehen die Staatsanwaltschaft Kiel und die Ermittler davon aus, dass es sich nicht um eine gezielte Schussabgabe, sondern um einen tragischen Unglücksfall gehandelt hat.

Wenige Minuten nach dem Jahreswechsel war die 39-Jährige in der Goethestraße in Schönberg mit einer blutenden Wunde am Kopf zusammengebrochen. Sie war zuvor mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Mann auf die Straße gegangen, um das Neujahrsfeuerwerk zu genießen.

Die dreifache Mutter starb am Neujahrstag im Krankenhaus, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Eine spätere Obduktion ergab, dass sie von einem Geschoss aus einer kleinkalibrigen Waffe getroffen worden war.

Experten erstellten 3D-Scan der Schussbahn

Die Polizei Kiel richtete im Februar eine eigene Ermittlungsgruppe ein, deren Mitarbeiter sich seither ausschließlich mit den Geschehnissen der Silvesternacht in Schönberg beschäftigen.

„Kriminaltechniker des Sachgebietes Tatortrekonstruktion des LKA Hamburg erstellten einen 3-D-Scan, mit dessen Hilfe sich die Ermittler in einer virtuellen Tatortdarstellung bewegen und Messungen durchführen können“, berichtet der Kieler Polizeisprecher. Waffenexperten des LKA Kiel und Kriminaltechniker führten gemeinsam mit Fahndern des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden ballistische Untersuchungen zur Schussabgabe durch.

Auf Grundlage der Versuchs-Ergebnisse inspizierte die Polizei in den vergangenen Tagen erneut den Tatort in Schönberg. Die Ermittler bitten erneut um Mithilfe: „Wir suchen nach Personen, die sich in der Zeit von Mitternacht bis 1 Uhr in dem Bereich Herder-, Goethe-, Hebbel- und Uhlandstraße aufgehalten haben und noch keinen Kontakt zur Polizei hatten“, erläutert Felsch. Ungeachtet ihrer Beobachtungen bitten die Ermittler um eine Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer 0431/160 3333.

Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Unglücksfalls führen, eine Belohnung von 3000 Euro ausgelobt.

Von Bastian Modrow/KN/RND

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