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Panorama Prozessbeginn nach Kohlenmonoxid-Tod
Nachrichten Panorama Prozessbeginn nach Kohlenmonoxid-Tod
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11:25 18.10.2017
„Fassungslos“: Der Vater zweier Opfer muss sich vor Gericht verantworten. Quelle: dpa
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Würzburg

Nach dem tragischen Tod von sechs Teenagern nach einer Kohlenmonoxidvergiftung in einer Gartenlaube hat der Vater von zwei Opfern am Mittwoch vor Gericht ausgesagt. Er muss sich wegen fahrlässiger Tötung in sechs Fällen vor dem Landgericht Würzburg verantworten. Der 52-jährige Besitzer des Häuschens sei „fassungslos wie und warum das passieren konnte.“

„Ich will aber keine Schuld von mir weisen“, ließ er von seinem Strafverteidiger verlesen. In seiner Gartenlaube starben im Januar sechs Teenager an einer Kohlenmonoxidvergiftung, darunter zwei seiner eigenen Kinder. Ein in einem Nebenraum des Häuschens aufgestellter Stromgenerator hatte das giftige Gas ausgestoßen. Das benzinbetriebene Gerät ist allerdings nicht für Innenräume zugelassen. Der Anklageschrift zufolge soll der 52-Jährige zudem eine wackelige Abgasableitung gebastelt haben, die im Laufe des Abends zusammengebrochen war. Deshalb konnte sich das tödliche Gas unbemerkt in der Hütte verteilen.

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Der Tatort im Januar 2017. Quelle: dpa

Der Angeklagte sagte in seiner persönlichen Erklärung unter anderem, dass er die Abgasleitung extra fest installiert und vor dem Betrieb mehrfach erfolgreich getestet habe. Der neu gekaufte Generator sei bereits zu Silvester einwandfrei gelaufen.

Er selbst hatte die Toten am Morgen nach der Feier in der Laube entdeckt. Er habe zunächst angenommen, die jungen Leute hätten nur zu viel getrunken und würden deshalb noch schlafen. Erst Minuten später sei ihm klar geworden, dass „etwas Schreckliches passiert ist“.

Das Gericht muss nun entscheiden, wie der Mann dafür zur Verantwortung gezogen werden muss. Sollten die Richter seine Schuld feststellen, können sie sowohl eine Geldstrafe als auch eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren verhängen.

Von RND/dpa

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