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Panorama Stranguliert und zertrampelt: Tierquäler foltern Igel zu Tode
Nachrichten Panorama Stranguliert und zertrampelt: Tierquäler foltern Igel zu Tode
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11:50 16.09.2019
Ein Igel läuft über eine Wiese.
Heidenheim

In Heidenheim haben es Tierquäler offenbar auf Igel abgesehen. Wie das Landratsamt berichtet, sind in der Stadt im Osten Baden-Württembergs zuletzt mehrere tote Igel gefunden worden. Den Angaben zufolge wurden die kleinen Tiere vor ihrem Tod grausam gefoltert. Teilweise wurden sie mit Kabelbinder stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden. Wunden deuteten darauf hin, dass einige der Tiere zu Tode getreten wurden.

„Aus purer Rohheit grausam getötet“

„Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet“, sagte Dr. Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim. Am vergangenen Mittwoch berichtete das Landratsamt über sieben Fälle von Tierquälerei, nur wenige Stunden später meldete die Polizei Ulm vier weitere tote Igel.

Die Polizei ermittelt nun wegen Tierquälerei. Nach dem Tierschutzgesetz ist es verboten, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Bei Verstößen droht den Tätern eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz gehören Igel außerdem zu den besonders geschützten Arten. Demnach ist es verboten, Tieren dieser Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten.

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Tierschützer setzen Belohnung aus

Die Umweltermittler des Polizeipräsidiums Ulm suchen nun nach den Tätern und hoffen auf Hinweise von Zeugen. Unterstützt werden sie von Tierschützern: Die Tierrechtsorganisation Peta hat inzwischen 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt. „Es ist erschreckend, wie brutal die Täter die Igel zu Tode gequält haben“, heißt es in einer Pressemitteilung von Peta. „Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“ Lokale Tierschützer des Heidenheimer Kreisschutzvereins bieten zusätzlich 500 Euro für Hinweise, um die grausame Tierquälerei zu stoppen.

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RND/lzi

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