Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Panorama Zehnjährige infiziert sich mit hirnfressender Amöbe - und stirbt
Nachrichten Panorama Zehnjährige infiziert sich mit hirnfressender Amöbe - und stirbt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:37 16.09.2019
In Texas kämpft ein Mädchen auf der Intensivstation gegen eine hirnfressende Amöbe. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / Lino Mirgeler
Whitney

Aus einem entspannten Badeausflug wurde für die zehnjährige Lily Avant ein Kampf ums Überleben: Das Mädchen aus Texas infizierte sich beim Schwimmen in einem Fluss mit einer hirnfressenden Amöbe. Seitdem lag sie im Krankenhaus und kämpfte gegen die seltene und meist tödliche Infektion.

Hinter dem Haus des Mädchens in Whitney fließt der Brazo River. Tag für Tag sei Lily dort schwimmen gewesen, berichtet deren Cousine Wendy Scott laut Boston 25 News. Doch nach einem Familienausflug am Labor Day zu dem Gewässer habe das Mädchen über Kopfschmerzen geklagt. Die Ärzte hätten laut „USA Today“ eine Virusinfektion vermutet und ihr Ibuprofen verschrieben. Doch der Zustand der Zehnjährigen verschlechterte sich. Ihre Augen seien zwar geöffnet gewesen, doch Lily reagierte nicht mehr. „Sie war da, aber sie sprach nicht. Nichts“, so ihre Tante. Lilly wurde in die Notaufnahme gebracht.

Lesen Sie auch: Amöbe fraß sein Gehirn: Surfer gestorben

„Sie ist stärker als jeder andere, den ich kenne“

Von der Notaufnahme wurde Lilly in ein Kinderkrankenhaus geflogen. Dort entdeckten die Ärzte die Ursache der Krankheit: Lilly hatte sich mit einer seltenen gehirnfressenden Amöbe infiziert. „Sie ist eine Kämpferin. Sie ist stärker als jeder andere, den ich kenne“, so ihr Vater John Crawson gegenüber dem Sender KXAS-TV. Seine Tochter liege im künstlichen Koma, damit die Ärzte die Schwellung ihres Gehirns behandeln können, so der Vater gegenüber dem Sender.

Die Amöbe komme laut KXAS-TV normalerweise in warmem Süßwasser und in warmen Böden vor und infiziere Menschen, wenn kontaminiertes Wasser durch die Nase in den Körper gelange. Von dort suche sich die Amöbe ihren Weg zum Gehirn. Die Infektion sei fast immer tödlich. Bisher gebe es nur fünf dokumentierte Überlebensfälle. Bis zuletzt war die Familie von Lily zuversichtlich und hoffte, dass die Zehnjährige der sechste Fall sein wird.

Lesen Sie auch: Nach Bad in Aquapark: Hirnfressende Amöbe tötet Amerikaner

RND/mat

Auf der Suche nach seiner Besitzerin sitzt ein Hund vier Jahre lang geduldig am Straßenrand. Dank eines Beitrags in den sozialen Medien gibt es jetzt ein Happy End.

16.09.2019

Eine aggressive Elster attackiert in Australien einen Radfahrer (76) - mit tödlichen Folgen.

16.09.2019

Erst vor zwei Wochen hatte “Dorian” auf den Bahamas gewütet, mindestens 50 Menschen starben. Jetzt wurde der nächste Tropensturm zum Hurrikan hochgestuft.

16.09.2019