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Politik 20 Menschen bei Mahnwache für Magnitz – und 550 Gegendemonstranten
Nachrichten Politik 20 Menschen bei Mahnwache für Magnitz – und 550 Gegendemonstranten
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11:37 15.01.2019
Frank Magnitz, Landesvorsitzender der AfD Bremen. Quelle: Michael Bahlo/dpa
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Bremen

Eine Woche nach dem Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz haben nach Polizeiangaben am Montagabend in Bremen bei einer Mahnwache rund 20 Menschen an den Überfall erinnert. Zugleich versammelten sich 550 Gegendemonstranten. Die Polizei sicherte die Kundgebungen mit einem Großaufgebot ab.

Zu der Mahnwache hatte das Bündnis „Demokraten gegen Gewalt“ aufgerufen. Die Teilnehmer entzündeten in der Nähe des Tatorts Kerzen. Die friedliche Gegendemonstration stand unter der Überschrift „Gegen Lügen und rechte Hetze“. Bis zum Ende der Kundgebungen sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei.

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Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften am Goetheplatz aufgezogen, um Auseinandersetzungen von linken und rechten Demonstranten zu verhindern. „Wir sind mit angemessenen Kräften vor Ort“, sagte die Polizeisprecherin. Beobachter vor Ort berichteten von zahlreichen Mannschaftswagen und einem Wasserwerfer.

Die Polizei betont, es sei kein Schlagwerkzeug zu sehen

Magnitz war am Montag vergangener Woche von Unbekannten niedergeschlagen und am Kopf verletzt worden. Zunächst hatte die AfD behauptet, ihr Bundestagsabgeordneter und Bremer Parteichef sei mit einem Kantholz attackiert und am Boden liegend noch getreten worden. Dem widersprach die Polizei. Sie veröffentlichte ein Video des Angriffs. Darauf ist zu sehen, wie eine Person eines Trios Magnitz von hinten schlägt, so dass dieser stürzt. Anschließend flüchteten die Täter.

Die Polizei betonte, dass kein Schlagwerkzeug zu sehen sei und der Politiker auch nicht getreten wurde. Sie ermittle wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Zwischenzeitlich wurden Vorwürfe laut, die Polizei habe das Video manipuliert. Dies wies die Staatanwaltschaft strikt zurück.

Von RND/dpa/ngo