Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Politik Bericht: 40 Guantánamo-Häftlinge kosten über 540 Millionen Dollar
Nachrichten Politik Bericht: 40 Guantánamo-Häftlinge kosten über 540 Millionen Dollar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:46 17.09.2019
Die Haftunterbringung für 40 Flüchtlinge im US-Gefangenenlager Guantánamo verschlingt nach einem Medienbericht Unsummen.
New York

Das US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba ist nach einer Erhebung der "New York Times" das wohl teuerste Gefängnis der Geschichte. Die Kosten für die Unterbringung der zuletzt 40 Insassen lagen im Jahr 2018 bei über 540 Millionen US-Dollar (ca 490 Mio Euro) - rund 13 Millionen Dollar pro Häftling, wie die US-Zeitung am Montag (Ortszeit) berichtete.

Ohne Prozess mutmaßliche Terroristen festhalten

Das Lager war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichtet worden, um mutmaßliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Im Lauf der Jahre wurde das Gelände erweitert, die Zahl der Inhaftierten ist hingegen gesunken. Insgesamt haben nach Angaben der Zeitung 770 Männer und Jungen in Guantánamo eingesessen, den letzten Neuzugang gab es im Jahr 2008. US-Präsident Donald Trump verfügte erst Anfang 2018 den Fortbestand des umstrittenen Lagers.

Viel Geld kosten dem Bericht zufolge zum einen der Betrieb und die Bauarbeiten des Geländes mit Gefängnisgebäuden unterschiedlicher Sicherheitsstufen und einem eigenen Sondergericht. Teuer zu Buche schlägt zum anderen die Bewachung, für die rund 1800 Soldaten beschäftigt und untergebracht sind. Dem Guantánamo-Personal stehen zudem eine Kapelle, ein Kino, zwei Gaststätten und ein eigenes medizinisches Team zur Verfügung.

Lesen Sie auch: Guantánamo-Kommandeur John Ring abgesetzt

RND/dpa

Bergfest bei der Suche nach einer neuen SPD-Spitze. Mit der Regionalkonferenz in Berlin ist die Hälfte der Bewerbungsrunden geschafft. Wer hat sich wie geschlagen? Und wer macht am Ende das Rennen? Eine Prognose - ohne Gewähr.

17.09.2019

Hilfsorganisationen werfen Deutschland in einem gemeinsamen Bericht Behinderungen beim Familiennachzug vor. Nach Dublin-Verordnung haben die Familien in der EU ein Recht auf Zusammenführung. Viele Schutzsuchende in griechischen Insellagern haben Angehörige in Deutschland.

17.09.2019

Noch bis Mitte Oktober sollen die Abgeordneten des britischen Unterhauses eine Zwangspause einlegen. Zumindest nach dem Willen der Regierung um Premier Boris Johnson. Doch ist das rechtens? Das prüft der Supreme Court, der oberste britische Gerichtshof, von heute an.

17.09.2019